Sonntag, 31. Mai 2020

Italienische Künstler beteiligten sich an Flash Mobs

Künstler, Regisseure und Schauspieler haben sich am Samstagnachmittag in mehreren Städten Italiens an Flash Mobs beteiligt. Damit forderten sie von der italienischen Regierung mehr Unterstützung für die von der Coronavirus-Krise schwer belastete Kultur- und Freizeitbranche und für ihre Mitarbeiter.

Mit vereinten Kräften wurde am Samstag in mehreren italienischen Städten zugunsten der Kultur demonstriert.
Mit vereinten Kräften wurde am Samstag in mehreren italienischen Städten zugunsten der Kultur demonstriert. - Foto: © ANSA / ALESSANDRO DI MARCO
An einem Flash Mob auf dem Mailänder Domplatz beteiligten sich auch Musiker und Chormitglieder der Scala. Die Demonstranten – darunter Tänzer, Sänger, DJs, Akrobaten und Jongleure – forderten ein Notstandseinkommen für Künstler. Beim Flash Mobs wurde musiziert und gesungen.

„Kultur darf nicht vergessen werden. Die öffentliche Gesundheit ist prioritär, sofort danach kommen Kultur und Bildung, die nicht benachteiligt werden dürfen“, sagte der Schauspieler Alessandro Bergonzoni bei einem Flash Mob in Bologna.

Italiens Kultur zahlt einen hohen Preis für den epidemiebedingten Stillstand. 400.000 Menschen haben wegen des Coronavirus-Stopps im Kulturbereich ihren Job verloren. Wegen des Aus für Theater, Kinos und Konzerte drohen Verluste in der Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro, schätzt die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Erst am 15. Juni können Theater und Kinos wiederöffnen. Bei größeren Veranstaltungen werden maximal 1000 Zuschauer zugelassen, allerdings bei Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen. Über 100 Konzerte großer Namen der italienischen Pop-Szene, für die bereits 3 Millionen Karten verkauft wurden, mussten auf 2021 verschoben werden.

apa