Montag, 11. September 2017

Julia Bornefeld stellt im Schloß Moos Schulthaus aus

Am Freitag, den 15. September wird mit Beginn um 18 Uhr auf Schloss Moos in Eppan die Ausstellung „Melas“ von Julia Bornefeld eröffnet.

Das Werk PADS 3 von Julia Bornefeld.
Das Werk PADS 3 von Julia Bornefeld.

Die Herbstausstellung der Stiftung Walter Amonn und des Südtiroler Kulturinstitutes auf Schloss Moos in Eppan bestreitet die 1963 in Kiel geborene und in Berlin und Bruneck lebende und arbeitende Künstlerin Julia Bornefeld.

Während des Studiums der Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung Kiel (1984–1989) absolvierte sie Gaststudien an der Accademia delle Belle Arti di Venezia bei Emilio Vedova und an der Akademija Likovna Umjetnost in Ljubljana (1986–1987).

Farbe schwarz vorherrschend

„Melas“ bedeutet auf Altgriechisch schwarz. Die Künstlerin betitelt so ihre Ausstellung. Die Farbe Schwarz beherrscht nicht nur die plastischen Arbeiten, sondern auch die Bilder Bornefelds: Auf die Leinwand getropfte Tusche lässt Formen entstehen, die an gasförmig anmutende, einmal explodierende, ein andermal zerfließende Himmelserscheinungen oder an die Entstehung von Galaxien erinnern.

„Morphische Felder“

Dies sind die „Morphic Fields“ von Julia Bornefeld, Bildkompositionen mirkro- und makrokosmischer Strukturen, eine Welt amorph strukturierter Formen. Himmelskörper, die im Auge des Betrachters entstehen, sind in Wahrheit Farbe und Gewebe.

Der Theorie des Biologen Rupert Sheldrake folgend, beeinflussen sich Organismen gegenseitig durch ihre bloße Anwesenheit, unabhängig von Zeit und Raum und bilden somit morphische Felder. Lebewesen lernen ohne Direktkontakt voneinander durch eine übergeordnete Verbundenheit und entwickeln sich wechselseitig. 

Verwendung von Gummi und Schaumstoff

Immateriell erscheint ihre Malerei auf Leinwand; umso materieller sind ihre ‚Skulpturen, wobei die Verwendung von Gummi und Schaumstoff auffällt.

„Pneu“ nennt sie sowohl eine ihrer Stelen wie auch einige Ihrer Materialbilder, wobei es sich zumeist um Streifen von Autoschläuchen handelt, die mitsamt ihren Ventilen wie Fetische in Form gebracht werden. Diese Art von Objektkunst gehört zu Julia Bornefelds Verständnis von Komplexität und Ganzheitlichkeit.

Die Ausstellung bleibt bis Freitag, den 13. Oktober täglich von 15 bis 18 Uhr frei zugänglich.

stol

stol