In der Landtagssitzungswoche vom vergangenen 10. Juni hatte Achammer das Thema im Zuge einer Landtagsanfrage aufs Tapet gebracht. „Es wäre tragisch, wenn die Leo Putz-Sammlung in X-Richtungen zerfließen würde“, so Kulturlandesrat Achammer. <BR /><BR />Aber ist die Putz-Sammlung nicht bereits in Landeshänden im Tausch für den Stegerhof in Labers. Nein, sagt Achammer. 2001 gingen im Tauschweg 127 Bilder ans Land über – darunter vier von Franz von Defregger, eines von Albin Egger Lienz, 14 von Alexander Köster, fünf von Hugo Engl, vier von Friedrich Wasmann. <BR /><BR />Anfang 2003 hatte sich Kunstsammler Unterberger dann bereit erklärt, seine renommierte Putz-Sammlung dem Land als Stiftung oder Dauerleihgabe kostenlos zur Verfügung zu stellen. Einzige Bedingung: ein würdiges Dach. „Mein Angebot wurde verschmäht, ich wurde im Gegenteil sogar öffentlich und unwidersprochen mit Polemiken und Häme überzogen...In Südtirol werde ich sie nach den gemachten Erfahrungen nicht mehr zeigen“, schrieb Unterberger 2014 in einem „Dolomiten“-Leserbrief. Die Sammlung „Leo Putz und die Scholle“ umfasst 91 Werke von zwölf Künstlern – darunter 40 Ölgemälde von Putz und 13 Arbeiten auf Papier. Drei Ölgemälde von Putz sind derzeit im Palais Mamming Museum zu sehen.<BR /><BR />Nun wagt Achammer einen neuen Anlauf. „Die Putz-Sammlung ist von sehr großem kulturpolitischem Interesse. Unterberger hat die Bilder des Spätimpressionisten in halb Europa und Übersee bei Auktionen zusammengetragen. Es geht nicht darum, die Sammlung zu kaufen – die Mittel wären auch nicht da –, das ist auch keine Priorität des Landes“, sagt Achammer. Er wolle das Gespräch mit der Familie Unterberger suchen, ob und unter welchen Bedingungen man bereit wäre, die Sammlung als Dauerleihgabe zu überlassen. Er habe ein, zwei Gebäude im Kopf, sagt er. Welche, sagt er nicht. <BR /><BR />„Das Ganze hat mit der Meraner Stadtpolitik rein gar nichts zu tun, aber es wäre stumpfsinnig seitens des Landes, das Gespräch nicht zu suchen, nur weil Bürgermeisterin Katharina Zeller Unterbergers Enkelin ist“, so Landesrat Achammer.