Sonntag, 24. Juni 2018

Künstler stellt Hotdog-Bus vor die Skyline

Würstchen sind ein gern genutztes Symbol des österreichischen Künstlers Erwin Wurm - nun hat der Bildhauer sich das amerikanischste aller Würstchen vorgenommen: den Hotdog. In einem New Yorker Park hat er einen senfgelben Bus parken lassen, aus dem an Wochenenden kostenlos Hotdogs verteilt werden.

Künstler Erwin Wurm macht in New York auf sich aufmerksam. - Foto: APA
Künstler Erwin Wurm macht in New York auf sich aufmerksam. - Foto: APA

Der ausgebeulte, dickliche Kleinbus im Stadtteil Brooklyn erinnert an Wurms „Fat Car”-Serie aus fetten Autos. Im Hintergrund des „Hot Dog Bus” ist auf der anderen Flussseite die Skyline der Stadt zu sehen.

Einwanderer hatten den Hotdog - eine Brühwurst im weichen Gebäck, serviert oft mit Senf oder Ketchup - im 20. Jahrhundert in den USA beliebt gemacht. Der „Hot Dog Bus” sei „großzügig und demokratisch”, teilt der Public Art Fund mit, der das Projekt mit Hilfe von Spenden möglich gemacht hat. Die Aktion spiele aber auch auf die Verbindung des bekannten Street Food zu Wurms Heimatland Österreich an. An einem Wochenendtag verteilten sie bis zu 1.200 Hotdogs, sagte eine Mitarbeiterin am Samstag.

Wurm ist dafür bekannt, Grenzen zwischen Skulptur und Betrachter zu durchbrechen. Erst die Gäste machen den „Hot Dog Bus” komplett, deren Körpermasse sich durch das Essen der Hotdogs so verändert, wie Wurm den Bus hat anschwellen lassen.

Erwin Wurm stammt aus Bruck an der Mur bei Graz und lebt und arbeitet in Wien und Limberg. Der „Hot Dog Bus” ist an einem Pier in Brooklyn jedes Wochenende bis Ende August zu sehen.

apa/dpa

stol