Eine fehlgeleitete Lieferung? Natürlich nicht: Die Schneekanonen „warten” nur auf die richtige Temperatur, um aktiviert zu werden und die Talferwiese vor dem Museion mit einem ganz besonderen „Kunst-Schnee” besprühen zu können. Der Künstler Philipp Messner (Bozen, 1975) hat dieses Projekt mit dem Titel „Kunstschnee/Neve artificiale” entwickelt, das mit eingefärbten künstlichem Schnee arbeitet. Die Farbgebung lässt die Künstlichkeit dieses Schnee-Ersatzes sichtbar und – angesichts des realen „Materials” – greifbar werden.„Natürlich geht es dabei auch um das Verhältnis von Mensch, Natur und Künstlichkeit. Allerdings wird diese Möglichkeit zum Nachdenken hier von einem spielerischen Element begleitet. Die beschneite Fläche ist eine Einladung an die Menschen sich in diesem Feld zu verorten, hinein und hinweg zu spazieren, Bezüge zwischen der Abstraktion der Farben und der Körperlichkeit des Schneefeldes herzustellen“ betont der Künstler. Die Schneekanonen warten also nur auf ihren Einsatz, der dann mehrere Stunden andauern wird. Die Boznerinnen und Bozner sind auf jeden Fall gewarnt.Philipp Messner wurde 1975 in Bozen geboren. Er lebt und arbeitet in München.Die Aktion „Kunstschnee/Neve artificiale” von Philipp Messner ist eine Zusammenarbeit zwischen der TecnoAlpin AG und dem Museion.Aus der gleichnamigen Aktion, die im Januar in den Dolomiten stattfand, entsteht eine gemeinsame Fotoarbeit zusammen mit Walter Niedermayer.Philipp Messner, „Kunstschnee/Neve artificiale”Aktion auf den Talferwiesen vor dem MuseionFebruar 2014Museion, Dantestr. 6Bozen