3 Wochen lang haben sich 6 internationale Bildhauer und Bildhauerinnen aus verschiedensten Länder der Welt an einem Marmorblock „abgearbeitet“ und traten mit 3 Video- und Sound-Duos samt neugierig gewordenen Bildhauerkollegen aus dem Grödental in Dialog. Projektleiterin Karin Meister erklärt im Gespräch wie dieses Projekt entstand.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057650_image" /></div> <BR /><BR /><b>Was passiert wenn die Vinschger mit einzigartigen Marmorskulpturen und die Grödner mit der raffinierten Bildhauerkunst sich treffen?</b><BR />Karin Meister: Dann wirkt das Motto des Symposiums „Vinschgau verbindet“ und zwar durch das verbindende Element der Kunst bzw. der Bildhauerei. Auf unser Symposium aufmerksam geworden, gab es bereits in diesem Jahr einen kurzfristig organisierten Besuch einer Delegation von Künstlern aus dem Grödental rund um Aron Demetz mit der Aussicht auf einen Gegenbesuch beim nächsten Symposium in Gröden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057653_image" /></div> <BR /><BR /><b>Am Sonntag geht das erste „Internationale Marmorsymposium Vinschgau kristallin“ zu Ende. Künstler aus der ganzen Welt hatten sich dafür beworben. Wie kam es zustande?</b><BR />Meister: Schon 2018 führten Peter Pohl vom Göflaner Marmorbruch und die Kuratoren Ernst-Ludwig Kolt und Mary Zischg die ersten Gespräche, zusammen mit weiteren Projektpartner konkretisierte sich dann deren Idee. Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder Zwistigkeiten und Differenzen zwischen Bruchbetreibern und Fraktionen und Gemeinden rund um das „weiße Gold“ gegeben hatte, war das Symposium als verbindende Gemeinschaftsaktion ins Leben gerufen worden. Seit Februar 2023 arbeiteten nun viele Projektpartner tatkräftig an der gemeinsamen Umsetzung.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057656_image" /></div> <BR /><b>In einem internationalen Wettbewerb wurden Künstler aus der ganzen Welt angeschrieben. Insgesamt gingen zwischen Bildhauern und audiovisuellen Künstlerpaaren, sogenannten skatern 58 Bewerbungen von Kreativen aus 21 Ländern und 4 Kontinenten ein. Nach welchen Kriterien fand die Auswahl der 6 teilhabenden Künstler und Künstlerinnen statt?</b><BR />Meister: Das Kuratorenteam Kolt, Zischg und TOBEL haben einen langen Kriterienkatalog erarbeitet und abgehackt. Unter anderem wurde ein Mix was die Herkunft und die Art der eingereichten Projekte betrifft als Kriterium definiert. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057659_image" /></div> <BR /><b>Und was haben nun die Grödner Kollegen, die Bildhauer wie Aron Demetz, Hubert Kostner, Herrmann, Josef Runggaldier und Gregor Prugger vor? Wird es eine Zusammenarbeit geben?</b><BR />Meister: Diese ist im Entstehen. Heuer haben sie das Symposium und den Marmorbruch besucht, ein Gegenbesuch ist bereits geplant. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057662_image" /></div> <BR /><BR /><b>„kristallin“ geht nach 3 Wochen am Sonntag zu Ende. Was ist an diesem Wochenende noch zu erwarten?</b><BR />Meister: Eingebettet in das traditionelle Kulturfest mit Markt „Marmor & Marillen“ findet heute um 17 Uhr die große Finissage der Werke der 6 Bildhauer und der 4skater statt. Diese sind am Bahnhof in Laas, in der Marxkirche und in der Remise der LASA Marmo GmbH ausgestellt. Auch am Sonntag ist es noch möglich, die Kunstwerke zu besichtigen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057665_image" /></div> <BR /><BR /><b>Und welche neuen Impulse für die Zukunft wurden durch diese Veranstaltung gesetzt?</b><BR />Meister: „Vinschgau kristallin“ hat vor allem eines: verbunden. Es hat den Menschen aus dem Tal, aber auch allen Besuchern den „Werkstoff“ Marmor näher gebracht, Begegnungen ermöglicht zwischen Künstlern, Kulturen, Arbeitsweisen, Sprachen.... Wir machen weiter. (eva)<BR /><h3> Teilnehmende Künstler:</h3><BR />Bildhauer: <BR />Alessandro Kanu (ITA), <BR />Olena Dodatko (UKR), <BR />Yang Liu (CHN), <BR />Noemí Palacios (ESP), <BR />Fernando Pinto (COL), <BR />Josef Pleier (DEU) <BR /><BR />Skater: <BR />Martin Böttcher & Corinna Zuercher (DEU), <BR />Elias Nunner & Johannes Kroeker (DEU)<Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>