Mittwoch, 10. Mai 2017

Kunstbiennale: „Magische Welt“ im italienischen Pavillon

Im italienischen Pavillon wird auf der 57.Kunstbiennale Venedig „Die magische Welt“ verhandelt.

Am Samstag eröffnet die 57. Kunstbiennale in Venedig.
Am Samstag eröffnet die 57. Kunstbiennale in Venedig. - Foto: © LaPresse

Die drei Künstler Giorgio Andreotta Calo, Roberto Cuoghi und Adelita Husni-Bey entführen dabei in eine verstörende Fabrik der Illusionen und Realitäten.

Wald aus Metallstangen

„Untitled (The End of the World)“ nennt sich zum Beispiel der Beitrag Calos, der den Besucher in einen Wald aus Metallstangen führt, die jedoch ein zunächst nicht sichtbares, riesiges Wasserbecken stützen, das die Dachkonstruktion der Halle widerspiegelt und so einen neuen, fragilen Raum erschafft, den der Besucher erst entdeckt, wenn er am Ende der Installation die Treppen einer Tribüne erklimmt.

Riesen-Pferd als Anziehungspunkt im argentinischen Pavillon

Die argentinische Künstlerin Claudia Fontes veranschaulicht in ihrer Installation eine „sich entwickelnde Krise und deren Symptome, die zur selben Zeit das auslösende Problem sind“, wie es im Begleittext heißt. Konkret zeigt Fontes eine eingefrorene Szene, in der ein riesiges weißes Pferd, eine zierliche Frau sowie ein Mann eine nicht näher definierte Rolle spielen. Das Pferd als Dreh- und Angelpunkt steht dabei für die „Pferdestärke“, die hinter so vielen Dingen steckt, auch den Materialien des Gebäudes selbst, die mit Hilfe von Pferden zum Zeitpunkt der Entstehung des Arsenale zu ihrem Platz gebracht wurden. Das Pferd ist – nicht zuletzt aufgrund seiner Darstellung in Denkmälern und der Kunst – für Fontes „Protagonist von kapitalistischen und kolonialen Narrativen“.

apa

stol