Dienstag, 28. März 2017

Landesregierung: Hotel Karersee und St.-Josef-Kapelle unter Denkmalschutz

Das Hotel Karersee mit Kapelle am Karrerpass sowie das Portrait von Ferdinand von Spanien und Portugal hat die Landesregierung am Dienstag unter Denkmalschutz gestellt.

Das ehemalige Hotel Karersee steht nun unter Denkmalschutz.
Das ehemalige Hotel Karersee steht nun unter Denkmalschutz.

„Alle drei Objekte, das Hotel Karersee und die St. Josef Kapelle am Karrerpasses sowie das Portrait von Ferdinand von Spanien und Portugal, die die Landesregierung nun unter direkten Denkmalschutz gestellt hat, ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft und haben einen besonderen kulturellen Wert“, unterstrich am Dienstag Denkmalpflege-Landesrat Florian Mussner.

„Kulturellem Wert Rechnung tragen“

Das ehemalige Hotel Karersee steht an der großen Dolomitenstrasse von Kardaun nach Vigo di Fassa unterhalb des Karrerpasses auf 1610 Meter Meereshöhe mit Blick auf den Rosengarten und den Latemar. „Damit tragen wir dem kulturellen Wert dieses Gebäudes, das nicht nur Außen, sondern auch im Inneren besonders ist, Rechnung“, sagt Landesrat Mussner.

Theodor Christomannos war maßgebend für den Bau der Strasse und des Grand Hotels Karersee verantwortlich.

„Karersee Hotel gehört zu den bedeutendsten Alpenhotels“

„Das Karersee Hotel gehört mit dem Sulden Hotel und dem Hotel Pragser Wildsee zu den bedeutendsten Alpenhotels der Zeit und hat sich, zwar mit neuer Nutzung als Ferienappartmentanlage, in seinen prägenden Erscheinungsbild und der zentralen Ausstattung erhalten“, sagte Mussner.

Auch St. Josef Kapelle unter Denkmalschutz

Ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt hat die Landesregierung mit Beschluss vom 28. März die St. Josef Kapelle beim Hotel Karersee. Der einfache neuromanische gemauerte Bau mit abgesetzter Rundapsis und hölzernem Dachreiter war integrierendes Element des Hotels und diente den religiösen Bedürfnissen der Gäste und Wanderer.

Van Dyck-Gemälde unter Schutz gestellt

 „Als herausragendes Gemälde von überregionaler Bedeutung haben wir auch das Portrait des Ferdinand von Spanien und Portugal, das zur Sammlung Villa Freischütz gehört, unter Schutz gestellt“, sagte Denkmalpflege-Landesrat Mussner.

Das 36 mal 31 Zentimeter große Ölgemälde auf Leinwand zeigt das Portrait von Ferdinand von Spanien und Portugal, Gouverneur der Spanische Niederlande, Kardinal und Erzbischof von Toledo und Feldherr im 30-jährigen Krieg. Ferdiand war der Sohn Philips III. von Spanien und Margarethe von Österreich.

Das Gemälde wird dem bekannten herausragenden Porträtisten Antony van Dyck (1599-1641) zugeschrieben und ist um 1625/30 entstanden.

lpa/stol

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