Der Landeshauptmann von Niederösterreich Erwin Pröll würdigte ihn in einem Nachruf am Dienstag als „großen Künstler und großen Niederösterreicher“. Weit gereist und welterfahren, sei Neuwirth die Heimat stets Kraftquelle gewesen. Das Kulturland Niederösterreich habe eine prägende Persönlichkeit verloren.Aus Anlass seines 100. Geburtstags, den er am 4. Jänner gefeiert hatte, widmete das NÖ Landesmuseum in St. Pölten dem Maler eine große Werkpräsentation. Die Ausstellung „Die drei Jahreszeiten“ ist noch bis 18. März zu sehen. Arnulf Neuwirth erhielt zeit seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch das Große Goldene Ehrenzeichen des Bundeslandes Niederösterreich.Der in Gablitz geborene Maler studierte in den 1930ern an der Akademie der bildenden Künste. Mitbedingt durch den Zweiten Weltkrieg bereiste er „die halbe Welt“, die Erfahrungen in der Fremde prägten sein künstlerisches Schaffen in vielerlei Hinsicht. Seit den späten 50er-Jahren – Zeit seiner Rückkehr ins Waldviertel – arbeitete der Künstler in Eggenburg und Radschin, den Orten seiner Kindheit.In seiner frühen Schaffensphase konzentrierte sich Neuwirth vorwiegend auf Zeichnungen und Aquarelle, nach 1954 verlagerte sich seine künstlerische Tätigkeit dann zur Collage. Die Bilder erzählen von „Geschichten und Träumen, Möglichem und Unmöglichem“.