Der als K.O. Götz bekannte Maler starb demnach in seinem Haus in dem kleinen rheinland-pfälzischen Ort Niederbreitbach-Wolfenacker im Westerwald. 20 Jahre bis 1979 lehrte Götz als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Schüler Gerhard Richter und Sigmar Polke wurden weltberühmt.K.O. Götz sei in seinem Bett friedlich eingeschlafen, sagte seine 79 Jahre alte Frau Rissa der „Rheinischen Post“. „Es war ein Tod in Würde.“ Der Maler solle in aller Stille auf eigenen Wunsch bei einer Seebestattung seine letzte Ruhe finden.Vita und WerkGeboren wurde K.O. Götz am 22. Februar 1914 in Aachen, noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Unter den Nazis hatte er Malverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte K.O. Götz die deutsche Kunst mit seiner abstrakten Malerei wieder international hoffähig. Er war als einziger Deutscher Mitglied der internationalen Künstlergruppe CoBrA. Seine großformatigen Schwarz-Weiß-Kompositionen machten Götz berühmt. - Foto: FacebookGötz war einer der wichtigen Maler des deutschen Informel, der abstrakten Nachkriegskunst, auch Gerhard Hoehme, Bernard Schultze oder Fred Thieler zählten dazu. Berühmt wurde er mit großformatigen gestischen Schwarz-Weiß-Kompositionen, die in vielen Museen und politischen Machtzentren hängen. Zu seinem 100. Geburtstag war er mit großen Ausstellungen geehrt worden, unter anderem in der Berliner Neuen Nationalgalerie.Götz malte noch im Alter von 100 JahrenNoch mit über 100 Jahren hatte der fast erblindete Götz mit Hilfe seiner Frau Rissa gemalt. Grundprinzipien der Technik von K.O. Götz waren das sekundenschnelle Malen. Er trug mit breiten Pinseln Farbe auf die verkleisterte Leinwand auf und zog dann blitzschnell einen Gummischaber (Rakel) über die Fläche.Die stilistischen Anfänge des Biennale- und documenta-Teilnehmers lagen nah bei den Surrealisten und Miró.dpa