Montag, 27. Mai 2019

Mozarthaus Vienna präsentiert Violine von Leopold Mozart

Die Stiftung Mozarteum feiert den 300. Geburtstag von Leopold Mozart mit einer Sonderausstellung. Das Mozarthaus Vienna nimmt das am 19. November anstehende Jubiläum zum Anlass, ein einzelnes Instrument zu zeigen: eine Original-Violine von Mozarts Vater, die sich seit 2000 im Besitz der Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum befindet und nun bis 23. Juni ausgeliehen wurde.

Das Instrument wurde vom Kunsthistorischem Museum ausgeliehen. - Foto: APA
Das Instrument wurde vom Kunsthistorischem Museum ausgeliehen. - Foto: APA

Am Montag präsentierte Mozarthaus-Direktor Gerhard Vitek das Instrument und sprach von einem „ganz besonderen Moment” für das Museum. Rudolf Hopfner, Direktor der Sammlung alter Musikinstrumente im KHM, würdigte Leopold Mozart (1719-1787) als „hervorragenden Pädagogen und fürsorglichen Vater”, ja sogar als „die am meisten unterschätzte Musikerpersönlichkeit überhaupt”. Der Vater und Förderer von Wolfgang Amadeus Mozart und dessen Schwester Maria Anna (”Nannerl”) war als Kapellmeister und Violinpädagoge am fürsterzbischöflichen Hof in Salzburg tätig und veröffentlichte dort seine bekannte Violinschule, bis heute ein Standardwerk der Historischen Aufführungspraxis.

Die nun ausgestellte und besonders kostbare Violine wird nur selten verliehen oder gar bespielt. Das Instrument stammt aus dem österreichisch-böhmischen Raum und hat einen Saitenhalter sowie Wirbel aus Elfenbein. Eine Gravur im Saitenhalter des Instruments, der erst nachträglich hinzugefügt wurde, gilt als Beweis dafür, dass die Violine tatsächlich Leopold Mozart gehörte. „Mozart: Reisender in Europa” heißt übrigens die laufende Sonderausstellung, die noch bis 26. Jänner 2020 im Mozarthaus zu sehen ist.

apa

stol