Donnerstag, 02. Juli 2015

Neue Installation in Neustift

Benjamin Tomasi eröffnet am Freitag sein aktuellstes dreidimensionales Kunstwerk in Neustift.

Die Installation.
Die Installation.

Ein sechs Meter langes Seil - geziert von Wasserkristallen - baumelt von der Decke in der Engelsburg Neustift. Das Kunstwerk soll dem Betrachter einen großen Interpretationsspielraum offenlegen.

Der Künstler selbst sehe im Seil die Möglichkeit des Ankers, aber auch des Galgens. Das Publikum kann individuell entscheiden, was für ihn im Zentrum der Betrachtung stehen soll.

Inspiration zog Benjamin Tomasi unter anderem aus seinem Tokio-Aufenthalt. Besonders die japanischen Zen-Gärten und die fernöstliche Tradition wirkten auf sein Schaffen.

Hinter die Fassade blicken

Der gebürtige Bozner will mit seiner Kunst hinter die Fassade des Menschen blicken und in sein Innerstes gelangen. In seiner Installation beschreibt er vor allem die Suche zu sich selbst. Für Benjamin Tomasi ist die menschliche Existenz rund um zwei Welten aufgebaut. Er sehe dem Menschen mit Gegensätzen konfrontiert, wie etwa oben und unten. 

Rund um die Außenmauern der Engelsburg führt ein Moosteppich entlang. Er zieht sich als roter Faden durch die gesamte Ausstellung hindurch.

 

Der Moosteppich begleitet die Betrachter durch die Ausstellung.

 

Im Inneren der Burg befindet sich der finsterste, als auch der hellste Teil der Ausstellung. Lässt der Betrachter die Dunkelheit des Raumes auf sich wirken, strömen ihm allmählich Lichtquellen entgegen.

Fragen der menschlichen Existenz

Mit seiner Installation möchte der gebürtige Südtiroler keine Antworten geben. Vielmehr will er philosophische und religiöse Fragen aufwerfen, welche für ihn an die menschliche Existenz geknüpft sind.

Am Freitag wird die Ausstellung um 19.30 Uhr eröffnet. Bis 11. Oktober bleibt diese von Montag bis Samstag ab 11 bis 17 Uhr zugänglich.

stol/mu

stol