Dienstag, 23. Juni 2020

„Night of Light“: Ganz Südtirol machte mit

Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche in Deutschland, der Schweiz und Südtirol am Montagabend auf ihre Lage in der Coronakrise hingewiesen.

Im Rahmen der NIGHT OF LIGHT erstrahlte auch der Göflaner Marmorbruch in rot.
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Im Rahmen der NIGHT OF LIGHT erstrahlte auch der Göflaner Marmorbruch in rot. - Foto: © Renè
Dafür wurden in zahlreichen Orten wichtige Bauwerke in rotes Licht getaucht. Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen.

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Auf der Internetseite der Veranstalter in Deutschland, von wo die Aktion gestartet war, waren zu Beginn der Aktion in Deutschland und im angrenzenden Ausland, darunter auch Südtirol, rund 8900 Gebäude verzeichnet, die angestrahlt werden sollten. Knapp 8200 Firmen hatten sich angemeldet. Beteiligen wollten sich unter anderem Betreiber von Eventlocations, Hallen, Kinos und Kleinkunst-Theatern sowie Technikausstatter, Messebauer, Zeltverleiher oder Tagungshotels.



Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise ist einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Dagegen setzten die Betroffenen ein leuchtendes Mahnmal und einen flammenden Appell der Veranstaltungswirtschaft zur Rettung ihrer Branche.
Die Schweiz

Auch in der Schweiz beteiligte man sich an der „Night of Light“. „Wir sind da und bereit, vieles ist schon möglich und wir freuen uns auf neue Events“, das ist die eine Seite der Botschaft, die die Veranstaltungsbranche vermitteln möchte. Die andere Seite ist düsterer: Trotz anfänglicher Zusicherungen des Bundesrates fühlen sich Kulturschaffende nun im Stich gelassen. Personen in „arbeitgeberähnlicher Stellung“ haben keinen Anspruch mehr auf Kurzarbeit und Änderungen im Erwerbsersatz für Selbstständige verschlechterten die Aussichten der Akteure, schrieben diverse Verbände der Veranstaltungsbranche.
Sie fordern die Weiterführung der Unterstützung bis zum Normalbetrieb. Denn: Die Veranstaltungsbranche besteht mehrheitlich aus kleinen und kleinsten inhabergeführten Unternehmen und aus Selbstständigerwerbenden, die nun durch das Netz zu fallen drohen.

Es sei zwar ein Lichtblick, dass mit den Lockerungen Events wieder möglich seien, doch „die strengen Auflagen führen zumindest im Kultursektor dazu, dass diese Veranstaltungen zurzeit nicht wirtschaftlich durchführbar sind“. In dieser schwierigen Situation sei in der Branche ein „Wir-Gefühl“ entstanden; für die Aktion „Night of Light“ spannen Unternehmen, Veranstaltungsorte und Kulturschaffende zusammen – auch über nationale Grenzen hinweg, „denn die aktuelle Situation hat durchaus internationales, wenn nicht globales Ausmaß“, heißt es in der Mitteilung weiter.

eva