Organisiert wird das interdisziplinäre Kunstprojekt von der Künstlerin Erika Inger und dem Künstler Wolfgang Wohlfahrt, beide aus Lana und seit Jahrzehnten künstlerisch sehr aktiv, auch in der internationalen Kunstszene.<BR /><BR />Demokratie heißt gemeinsam gestalten. Die Beteiligung aller Menschen ist ein wichtiges Werkzeug der Demokratie. Sie lebt davon, dass alle die in ihr leben, mitreden und mitgestalten können. Der Schlüssel zur Demokratieausübung ist die Schaffung eines öffentlichen Raumes und danach dessen Kultivierung und Erweiterung. Ein öffentlicher Raum, in dem man mit anderen sprechen und ihnen zuhören kann. Er bietet die Chance, die abstrakten Prinzipien der Freiheit in die Realität umzusetzen, unsere Handlungsmacht zu entfalten und unsere Verantwortung füreinander wahrzunehmen. <BR /><BR />Das Fluxus-Multiple „Demokratie ist lustig“ des deutschen Aktionskünstlers Joseph Beuys (1921–1986) wird nun zum Motto eines interdisziplinären Kunstprojektes. Als Beuys – der auf dem Feld der Kunst als Vorläufer der heute so brisanten Fragen nach Demokratie, Kapitalismus, Ökologie gelten kann – 1972 als Professor der Düsseldorfer Kunstakademie fristlos entlassen wurde, weil er mit abgewiesenen Studierenden eine eigene Klasse gegründet hat, schrieb er auf eine Ansichtskarte: „Demokratie ist lustig“ quer über die Fotografie seines Abgangs mit Polizeieskorte – die Vision einer demokratischen Kunst.<BR /><BR />Das Konzept der interdisziplinären Ausstellung für mehr Demokratie und Kunst von Erika Inger und Wolfgang Wohlfahrt beinhaltet verschiedene Dynamiken an der Schnittstelle kreativer Prozesse und alltäglicher Praktiken mit Bezugnahme auf eine an der Lebenswelt orientierten Kunst. Mit aktuellen künstlerischen Positionen und theoretischen Beiträgen wird eine Plattform eingerichtet. Die Stärken, Schwächen und Grenzen sowie das Verhältnis von Kunst, Politik und Ökologie sollen mit Ideen und Prozessen auf kreative Weise mit Demokratie verbunden werden. <BR /><BR />Die eingeladenen Künstler sind: Esther Glück, Thomas Sterna, Andreas Zingerle, Wil-ma Kammerer, Erika Inger, Pascal Lampert, Hannes Egger, Gertrude Moser-Wagner, Wolfgang Wohlfahrt.<BR /><b><BR />Programmüberblick</b><BR /><BR /><i>14.05.2021, 18 Uhr</i><BR />Ausstellungseröffnung und Begrüßung durch den Bürgermeister von Mals Josef Thurner <BR /><BR /><i>15.05.2021, 18–20 Uhr</i><BR />Lesung und Impulsreferat mit Hans Perting: Gedichte zu Bildern von Karl Plattner,<BR />Impulsreferat zur Euro-Natur-2000-Rede. <BR />Musikalische Begleitung: Franziska Telser an der Viola <BR /><BR /><i>19.05.2021, 18–20 Uhr</i><BR />Stammtisch: Diskussionsrunde zum Thema Vorteile und Grenzen der Demokratie: mit Ulrich Veith, ehemaliger Bürgermeister von Mals, Christoph Gufler, Publizist und ehemaliger Bürgermeister von Lana, sowie mit den Künstler*innen und Publikum.<BR /><BR /><i>22.05.2021, 18 Uhr</i><BR />Lesung mit Lorena Pircher: Anders, Gedanken und Gedichte. <BR />Musikalische Begleitung: Gernot Niederfriniger.<BR /><BR /><i>26.05.2021, 18–20 Uhr</i><BR />Stammtisch: Diskussionsrunde zum Thema Moderne Direkte Demokratie, Austausch zu den Idealen der Demokratie, heute. Mit Dr. Andi Gross, Schweizer Politikwissenschaftler, ehemaliger Abgeordneter im Schweizer Nationalrat und parlamentarischer Vertreter im Europarat und Stephan Lausch, Koordinator der Initiative für mehr Demokratie sowie mit Künstlern und Publikum. <BR /><BR /><i>27.05.2021, 18 Uhr</i><BR />Balkonkonzert mit Musikern aus Mals <BR /><BR /><i>29.05.2021, 18 Uhr</i><BR />Finissage mit den Künstlern Erika Inger und Wolfgang Wohlfahrt.<BR />Abschlusskonzert mit Musiker David Frank aus Matsch <BR /><BR />Die Ausstellung wird während der Dauer des Festivals im ehemaligen Gasthof „Einhorn“ im Ortszentrum von Mals gezeigt. Die genauen Öffnungszeiten sind Mittwoch, Samstag und Sonntag 10–12 Uhr und 16–20 Uhr sowie Donnerstag und Freitag 16–20 Uhr.<BR /><BR />Alle Veranstaltungen finden im Freien auf dem Hauptplatz von Mals vor dem Gasthof statt. Dort wird der Stammtisch des ehemaligen Gasthofes zu einem „runden Tisch“ umfunktioniert. Die Vorträge und Diskussionen sind so für alle Interessierten zugänglich. Bei Schlechtwetter finden die Veranstaltungen unter Einhaltung aller Covid-Richtlinien im ehemaligen Gasthaus „Einhorn“ statt. Der Eintritt ist frei.<BR /><BR />Im Anhang das Faltblatt mit dem detaillierten Programm sowie Informationen zu den Künstler*innen und den genauen Öffnungszeiten der Ausstellung. <BR />