Donnerstag, 09. Januar 2020

Parma bereitet sich auf Jahr als Kulturhauptstadt vor

Parma bereitet sich auf ein goldenes Jahr als italienische Kulturhauptstadt vor. Am kommenden Sonntag eröffnet der italienische Präsident Sergio Mattarella die Feierlichkeiten für Parma als Italiens Kulturhauptstadt 2020 vor. Die Heimat von Verdi, Toscanini und Bertolucci lockt mit einem umfangreichen Programm von Ausstellungen und Veranstaltungen.

Das Stadtbild Parmas ist mehr als malerisch.
Das Stadtbild Parmas ist mehr als malerisch. - Foto: © APA (AFP/Archiv) / GIUSEPPE CACACE

Parma konnte sich im Duell um den Titel der italienischen Kulturhauptstadt 2020 gegen die beiden Nachbarstädte Piacenza und Reggio Emilia durchsetzen. Der Wettbewerb, dessen Sieger das Kulturministerium mit einer Prämie von einer Million Euro fördert, wird in Italien seit 2016 ausgetragen. Parma folgt auf Matera, das zusammen mit Plowdiw in Bulgarien 2019 auch Europäische Kulturhauptstadt war.

Musik spielt im nächsten Jahr in der Verdi-Stadt Parma eine besondere Rolle. Das Teatro Regio organisiert von Freitag, dem 10. Jänner, bis zum 12. Mai ein Sonderfestival, in dem alles um den Begriff „Zeit“ in der Kunst des 20. Jahrhunderts kreist. Anlässlich des Verdi-Festivals vom 19. September 2020 bis zum 13. Jänner 2021 findet eine Ausstellung zu Oper und Gesellschaft statt. Dabei werden die Verbindungen zwischen Kunst, Entwicklung und sozialem Wachstum beleuchtet. Im Ausstellungskomplex Pilotta findet vom 21. Oktober bis zum 31. Jänner 2021 eine Ausstellung zu Ehren der Farnese, der Herrscherfamilie von Parma, statt.

Parmalat, Parmigiano Reggiano, Prosciutto di Parma: Viele Lebensmittelfirmen und Spezialitäten haben ihren Ursprung in der Gegend um Parma. Das weitläufige, mit sanften Hügeln und den Bergspitzen des Apennins umgebene Gebiet ist seit jeher reich an kulinarischen Leckerbissen. So werden in diesem Jahr mehrere Lebensmittelunternehmen Besuchern ihre Tore öffnen. „Imprese aperte“ heißt die Initiative, die vom Industriellenverband Parmas gefördert wurde. 30 Unternehmen, darunter die Hersteller der Spezialität Parmigiano Reggiano, zeigen Besuchern ihre Produktionsmethoden.

Bis Ende 2020 sollen auch einige wichtige Restaurierungsarbeiten in Parma abgeschlossen werden. So wird der renovierte „Ospedale Vecchio“ eingeweiht, sowie das ehemalige Kloster des Heiligen Paulus, in dem ein Gastronomie-Museum untergebracht wird.

apa