Mit dem Paul-Flora-Preis zeichnen die Länder Tirol und Südtirol jährlich einen Kunstschaffenden oder ein Kollektiv für sein Werk aus. Für die Ermittlung des Preistragenden ist eine gemeinsame dreiköpfige Kommission zuständig, die jeweils zwei Jahre im Amt bleibt. Dieser gehören zwei Fachpersonen der jeweiligen Länder und ein Mitglied der Familie Flora an.Südtirol war in den vergangenen vier Jahren durch Andreas Hapkemeyer vertreten, Tirol durch Beate Ermacora, die Familie Flora zunächst durch Thomas Flora und seit 2011 durch dessen Schwester Katharina Flora Seywald.Nachdem das bisherige Südtiroler Mitglied Andreas Hapkemeyer nach vierjähriger Tätigkeit ausscheidet, hat die Landesregierung auf Vorschlag von Philipp Achammer für das kommende Biennium die Kunstwissenschaftlerin Lisa Mazza als neues Kommissionsmitglied für Südtirol ernannt. Lisa Mazza hat einen Masterabschluss in "Contemporary Art Theory" der Goldsmiths University of London, war unter anderem kuratorische Assistentin in der Halle für Kunst in Lüneburg, der Manifesta 7, der Europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst in Trentino-Südtirol und arbeitete in der Folge für die Manifesta Stiftung in Amsterdam, in der Kunsthalle Exnergasse in Wien, in der Galerie Lungomare in Bozen und der Galerija Škuc in Ljubljana.