Entstanden sind dabei großformatige Bildobjekte mit ganz besonderen Effekten, je nachdem, ob zu ihrer Herstellung Zeitungen, Telefonbücher, regengeschädigtes Papier oder Schulhefte verwendet wurden. Die Kunstobjekte aus Papier lenken den Blick auf die Ästhetik des Materials, eine Ästhetik des Unspektakulären, eine Ästhetik des Alltags. Sie erzählen eine Geschichte, die verborgen bleibt und doch auf eine gewisse Weise sichtbar wird - als materialisierte Zeit.Daneben zeigt Prossliner Zeichnungen (Bleistift, Buntstifte und Mischtechnik), die vor allem durch ihre Spannung von geometrischer Disziplin und lebendiger Verspieltheit beeindrucken. In ihrer detaillierten Ausgeführtheit sind sie ebenfalls Ausdruck geronnener Zeit, von Arbeitszeit undHingabe im zweckfreien Tun der Kunst.Die Arbeiten von Peter Prossliner lassen sich als Einladung verstehen, innezuhalten, den Blick ruhen zu lassen und genau hinzuschauen.Die Eröffnung findet am Freitag, 8. Februar um 19 Uhr in der Galerie Prisma statt. Die Ausstellung bleibt bis zum 2. März zugänglich.