Dienstag, 21. Mai 2019

Prado erarbeitet Evakuierungsplan zum Schutz seiner Werke

Das weltberühmte Prado-Museum in Madrid will seine Kunstwerke in Zukunft besser vor möglichen Schäden etwa durch ein Feuer oder einen Terroranschlag schützen. In den nächsten 22 Monaten werde eine Expertin der Universität Complutense einen speziellen Evakuierungsplan zum Schutz der wichtigsten Gemälde und Skulpturen ausarbeiten, berichtete die Zeitung „El País“ am Dienstag.

Das Prado-Museum will seine Kunstwerke mit einem Notfallplan sichern.
Das Prado-Museum will seine Kunstwerke mit einem Notfallplan sichern. - Foto: © shutterstock

Dabei werde auch eine Rangfolge der Werke erstellt, die mit oberster Priorität gerettet werden sollen. Der Auftrag für den Maßnahmenkatalog sei wenige Tage vor dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame vergeben worden, so das Blatt.

Die Experten sollen interne Notfallteams aus Sicherheitskräften und Restauratoren zusammenstellen, die sich in einer Bedrohungslage um besonders wertvolle Werke wie „Las Meninas“ (Die Hoffräulein) des spanischen Hofmalers Diego Velázquez oder „Der Garten der Lüste“ des Niederländers Hieronymus Bosch kümmern.

In diesem Jahr feiert der Kunsttempel im Herzen der spanischen Hauptstadt sein 200-jähriges Bestehen. Seine Räume beherbergen Tausende Meisterwerke von Tizian, Tintoretto, Rubens und Raffael bis hin zu Dürer, Fra Angelico und El Greco. Im vergangenen Jahr besuchten fast 2,9 Millionen Kunstfans aus aller Welt den Prado. Spaniens König Felipe VI. hatte das Museum zuletzt als „Erbe der gesamten Menschheit“ gewürdigt.

apa/dpa

stol