Donnerstag, 15. September 2016

Rom: Rekonstruktion der vom IS zerstörten Denkmäler

3 von der Terrormilz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak zerstörte oder beschädigte Kulturdenkmäler sind mithilfe modernster Technologien rekonstruiert worden und werden im Kolosseum in Rom ausgestellt.

Die Ausstellung, die unter dem Schutzschirm der Unesco steht, soll von Italiens Präsidenten Sergio Mattarella eingeweiht werden.
Die Ausstellung, die unter dem Schutzschirm der Unesco steht, soll von Italiens Präsidenten Sergio Mattarella eingeweiht werden. - Foto: © LaPresse

„Wiedererstehung aus Zerstörung“ heißt die Ausstellung, die ab 6. Oktober und bis zum 11. Dezember zu sehen ist. Gezeigt werden Rekonstruktionen in Originalgröße des rund 2000 Jahre alten Baal-Tempels im syrischen Unesco-Weltkulturerbe Palmyra, der 2015 vom IS zerstört wurde. Auch ein Teil des Saals des Staatsarchivs der Stadt Ebla im Norden Syriens und der bekannte Stier von Nimrud südlich von Mossul können bewundert werden.

Kulturdenkmäler erwachen zu neuem Leben

„Es handelt sich um ein einmaliges Projekt, mit dem Kulturdenkmäler, die von der blinden Wut des Fundamentalismus zerstört wurden, zu neuem Leben erwachen können. Nach zweijähriger Arbeit haben wir beschlossen, dass Kulturstätten, die Symbole einiger großen Zivilisationen der Vergangenheit sind, rekonstruiert werden sollen, um dem Publikum gezeigt zu werden“, sagte der Ex-Kulturminister Francesco Rutelli bei der Vorstellung der Schau am Donnerstag in Rom.

Die Rekonstruktion ist der innovativen Technologie von 3 italienischen Unternehmen zu verdanken, die auf 3D-Druck spezialisiert sind. Das Kolosseum als Ausstellungsort verleihe der Schau eine besondere Bedeutung, so die Organisatoren.

„Das Kolosseum ist Italiens meistbesuchtes Monument und ein symbolträchtiger Ort auf globaler Ebene. Wir wollen mit dieser Ausstellung signalisieren, dass eine Gemeinschaft bereit ist, sich in den Dienst des Wiederaufbaus zerstörter Denkmäler zu stellen“, betonte Rutelli.

apa

stol