Mittwoch, 24. Juni 2020

Sakrale Kunst zeitgenössisch interpretiert

Nun stehen die Sieger des vom Südtiroler Künstlerbund und der Südtiroler Katholischen Männerbewegung ausgeschiebenen Wettbewerbs „Bild und Kontext“ fest.

Freuten sich über die Preise: Hubert Kostner (Zweitplatzierter), Martina Stuflesser (Erstplatzierte) und   Mirijam Heiler (Drittplatzierte, von links).
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Freuten sich über die Preise: Hubert Kostner (Zweitplatzierter), Martina Stuflesser (Erstplatzierte) und Mirijam Heiler (Drittplatzierte, von links). - Foto: © Eva Bernhard
Eine fünfköpfige Fachjury ermittelte Anfang Juni unter den 177 eingereichten Werken die 9 Preisträger*innen. Alle Werke sind von Mittwoch, 24. Juni, bis Samstag, 4. Juli, in der Galerie Prisma in Bozen zu sehe n. Die neun Siegerprojekte werden vom 4. bis 22. November 2020 in der Stadtgalerie Bozen und voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt in Trier ausgestellt werden.


Zudem stellt die Katholische Südtiroler Männerbewegung für die 9
Preisträger*innen auch einen einmaligen finanziellen Förderbeitrag in Aussicht: Die Erstplatzierte Martina Stuflesser erhält 4000 Euro für ihr Werk „Stecknadeln auf blauer Schürze “, Hubert Kostner für das Holzfiguren Konzept 3000 Euro, Mirijam Heiler für ihre Interpretation von Kirchenfenstern 2000 Euro. Mit je 1000 Euro werden die 6 weiteren ausgezeichneten Werke honoriert: „Wackelbilder“ von Arnold Mario Dall´O, „Rakete mit Kreuz“ von Gastager Bosko, „Röntgen“ von Mario
Linke, „Lamm, gemalt“ von Ruben Müller, „Kaaba wird Kreuz und umgekehrt“ von Otto Scherer und „Glas Skulptur“ von Alexander Voß.


Der Wettbewerb war im September des Vorjahres vom Südtiroler Künstlerbund und der Südtiroler Katholischen Männerbewegung in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Katholischen Frauenbewegung kfb und Südtirols Katholischer Jugend SKJ ausgeschrieben worden, Stichtag der Einreichefrist war der 30. Mai dieses Jahres. „Das
Projekt war ein Versuch, eine zeitgenössische sakrale Bildsprache zu etablieren“, schreiben die Projektträger. Ziel sollte sein, mit den Mitteln und Wegen der heutigen Kunst eine Interaktion zwischen Kunst und Religion bzw. zwischen historischer Kirchenkunst, Bibelzitaten und zeitgenössischer autonomer Kunst zu veranschaulichen. Dazu braucht es Bilder, die zu uns sp rechen, auf uns einwirken, uns berühren, auch vor und nach unserer Vernunft “, so SKB und kmb weiter.

Das Interesse so vieler teilnehmender Künstler*innen aus dem In und Ausland spreche für dieses Bedürfnis der Kunstszene per se, aber auch der Gesellschaft , ob klerikal oder profan, stellten die Fachjuror*innen Lisa Trockner, Eva Gratl, Verena Niederegger, Micha Flesch und Peter Schwienbacher nach der Sichtung und Auswertung der eingesandten Arbeiten unisono fest.


In der Kunstgalerie Prisma sind alle 177 eingereichten Werke vom 24. Juni bis zum 4. Juli 2020 dienstags bis samstags von 10 bis 14 Uhr für das Publikum frei zugänglich.


eva