Montag, 21. März 2022

Sensation: Kauf von Gartenstatue entpuppt sich als Millionengeschäft

Ein äußerst glückliches Händchen hat ein Ehepaar aus England bei einer Auktion verschiedener Gartenstatuen bewiesen: Die von ihnen für etwa 6000 Euro erworbene Statue entpuppte sich als ein seit über einem Jahrhundert verschollenes, millioneneuroschweres Kunstwerk des Künstlers Antonio Canova.

Die „Liegende Magdalena“ von Antonio Canova galt seit über einem Jahrhundert als verschollen. - Foto: © APA/afp / JUSTIN TALLIS

Wie der Corriere della Sera berichtet, wollte das Paar lediglich eine einfache Skulptur zur Verschönerung ihres Gartens erwerben. Die große Überraschung folgte erst nach dem Kauf: Die von ihnen für etwa 6000 Euro erworbene Skulptur, ist ein seit über einem Jahrhundert verschollenes Kunstwerk mit dem Namen „Liegende Magdalena“ des Bildhauers Antonio Canova. Der geschätzte Wert des Meisterwerks liegt zwischen 6 und 9,5 Millionen Euro.

Zugetragen hat sich diese außergewöhnliche Geschichte im Auktionshaus Christie's. Dieses möchte die „Liegende Magdalena“ im Juli erneut für den geschätzten Preis versteigern.

Mario Guderzo, ein bedeutender Canova-Forscher und ehemaliger Direktor der Gipsoteca und des Museums Antonio Canova in Possagno, ist ebenfalls überzeugt: „Es ist ein Wunder“, sagte er, „dass die 'Liegende Magdalena', das außergewöhnliche, lange verschollene Meisterwerk von Antonio Canova, 200 Jahre nach seiner Fertigstellung wiedergefunden wurde. Dieses Werk wird seit Jahrzehnten von Wissenschaftlern gesucht, so dass die Entdeckung von grundlegender Bedeutung für die Geschichte des Sammelns und der Kunstgeschichte ist. Sie zeugt vom intensiven Schaffensprozess des italienischen Bildhauers, der ein wichtiger Zeitzeuge war: loyal zu Papst Pius VII., begehrt von Napoleon, geliebt vom englischen König Georg IV., geschätzt in der europäischen Sammlerwelt und von entscheidender Bedeutung für die Rückgabe der unter Napoleon beschlagnahmten Kunstwerke.“

stol

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Hermann Zanier
21. März 2022 14:50
Fällt das nicht unter Raubkunst?