Montag, 07. Juni 2021

Stadtgalerie Brixen: Neueröffnung und neue Kuratorin

Mit der Einzelausstellung „no event info“ des Brixner Künstlers Alexander Wierer startet die neue Kuratorin Elisa Barison der Stadtgalerie Brixen, das neue Jahresprogramm der Gemeindegalerie.

In no event info zeigt Wierer von 10. Juni bis 21. August raumbezogene Skulpturen und Installationen, die sich mit diversen Aspekten des Galerieraums beschäftigen.
Badge Local
In no event info zeigt Wierer von 10. Juni bis 21. August raumbezogene Skulpturen und Installationen, die sich mit diversen Aspekten des Galerieraums beschäftigen. - Foto: © Alexander Wierer
Große Ziele sind: Das Thematisieren von zeitrelevanten Fragestellungen und das verstärkte Einbinden der Bevölkerung.

„Ich möchte den Austausch zwischen Galerie, den Künstlern und den Bürgern fördern“


Nach der pandemiebedingten Schließungszeit öffnet die Stadtgalerie Brixen wieder ihre Tore. „Mit Elisa Barison haben wir eine Kuratorin gefunden, die als Wahlbrixnerin die hiesige Kunstszene bestens kennt und diese mit dem besonderen Blick einer jungen Kreativen in Szene setzen wird“, so Monika Leitner, Stadträtin für Kultur. Elisa Barison folgt als Kuratorin auf die Innsbruckerin Karin Pernegger.

„Ich möchte den Austausch zwischen der Galerie, den Künstlern und den Bürgern fördern und damit einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. So zentral wie den Raum der Stadtgalerie, direkt im Herzen der Stadt, am Domplatz, sehe ich die Rolle der Galerie für die Bürger und für die Besucher. Sie ist ein Ort zum Verweilen, Sich-Kennenlernen und zum Sich-Austauschen,“ so Barison.

„no event info“von 10. Juni bis 21. August

Den Auftakt bildet die Einzelausstellung von Alexander Wierer, der nach einigen Jahren des Studiums und der künstlerischen Produktion im Ausland vorerst nach Brixen zurückgekehrt ist.

In no event info zeigt Wierer von 10. Juni bis 21. August raumbezogene Skulpturen und Installationen, die sich mit diversen Aspekten des Galerieraums beschäftigen.
Für den Künstler persönlich aufgeladene Objekte schaffen es als Readymades in die Ausstellung und stellen die Betrachtenden damit sogleich vor die Frage nach der Selbstverständlichkeit der Kunst und des Künstlers.

Damit eröffnet Wierer eine Frage, die nicht nur junge, bildende Künstler plagt, sondern alle Kulturschaffenden angeht und spätestens seit dem Lockdown im März 2020 durch die Straßen fegt: Welchen Wert habe ich als Künstler, welchen Wert hat meine Arbeit?

Der Titel no event info deutet auf eine Art Fehler im System hin. Es fehlen Informationen oder das Projekt ist noch nicht vollständig. Dieser Zustand des Unfertigen, diese Abwesenheit eines Titels, unter dem sich Interessierte irgendetwas vorstellen und Erwartungen daran knüpfen könnten, führen bei Besuchern dazu, sich zu fragen, was sie sich von einer Ausstellung erwarten und was eine Ausstellung eigentlich ausmacht. Genau damit arbeitet Wierer.

No event info ist daher auch der perfekte Auftakt für eine neue Saison in der Stadtgalerie, da der Künstler nach den Bedingungen eines und genau dieses Ausstellungsraumes fragt und sehr konzentriert darauf ist die Galerie als das zu zeigen, was sie ist- oder sein sollte.

stol/lmn

Alle Meldungen zu: