Freitag, 29. April 2016

Trevi-Brunnen in blutrotem Licht: Erinnerung an verfolgte Christen

Der Trevi-Brunnen in Rom wird am Freitagabend in blutrotes Licht getaucht – als Mahnung und Erinnerung an verfolgte Christen in aller Welt. Mit der Aktion will das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ auf das „Blut der Märtyrer“ aufmerksam machen, „die noch heute wegen ihres Glaubens getötet werden“.

Foto: © LaPresse

Christen seien die am schlimmsten verfolgte religiöse Gruppe und die Situation verschlimmere sich in vielen Ländern weiter, in denen die Religionsfreiheit immer weiter eingeschränkt werde, teilte das Hilfswerk mit.

Nach seinen Schätzungen werden derzeit rund 200 Millionen Christen in aller Welt verfolgt. Besonders hart treffe es Gläubige in Afrika, wo islamistische Gruppen wie Boko Haram oder Al-Shabaab an Boden gewinnen würden, aber auch in Teilen Asiens und im Irak, hieß es.

Als Redner kündigte „Kirche in Not“ unter anderem den chaldäisch-katholischen Bischof der syrischen Stadt Aleppo, Antoine Audo, an. Nach Schätzungen des Geistlichen ist die Zahl der in Syrien lebenden Christen seit Ausbruch des blutigen Konfliktes 2011 von 1,5 Millionen auf 500 000 zurückgegangen.

dpa

stol