Montag, 13. Dezember 2021

Uffizien öffnen nach 20 Jahren wieder Landkartenterrasse

Nach 20 Jahren ist die Terrasse der geografischen Karten in den Uffizien in Florenz seit dem heutigen Montag wieder Besuchern zugänglich. Dabei handelt es sich um einen Saal, der der Kartografie der Florentiner Herrscherfamilie Medici gewidmet ist.

Zum ersten Mal in 20 Jahren öffnen die Uffizien wieder die Landkartenterrasse.
Zum ersten Mal in 20 Jahren öffnen die Uffizien wieder die Landkartenterrasse. - Foto: © ANSA / UFFICIO STAMPA
Die Terrasse wird „Kartenterrasse“ genannt, weil der Renaissance-Architekt Giorgio Vasari sie ursprünglich als offene Logge bauen ließ, die dann gegen Ende des 16. Jahrhunderts geschlossen wurde.



Großherzog Ferdinando de' Medici hatte zur Feier des Sieges von Florenz über die Stadt Siena den Kartografen Stefano Bonsignori Karten der Territorien des Großherzogtums anfertigen lassen, die dann vom Maler Tommaso Buti auf zwei Wände gemalt wurden.

An einer dritten Wand ist eine Karte der Insel Elba zu sehen, eine Kopie des verlorenen Originals aus dem 19. Jahrhundert; daneben befindet sich eine Tischplatte aus Halbedelsteinen, die eine Ansicht des Hafens von Livorno darstellt.



Die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten des Saals dauerten mehr als 2 Jahre und kosteten über 700.000 Euro. Sie wurden von etwa 50 Fachleuten durchgeführt. Die Präsentation des restaurierten Saal fand am Montag statt, dem Tag, an dem der Internationale Kongress für Kartografie in Florenz begonnen hat.

Der Saal mit den Landkarten ist auch bekannt, weil der italienische Regisseur Dario Argento hier 1996 eine Szene seines Films „Das Stendhal-Syndrom“ drehte. Die Protagonistin, überwältigt von der außerordentlichen künstlerischen Schönheit des Ortes, verliert den Verstand.

apa

Alle Meldungen zu: