Eingeleitet wird dieser Kunstevent auf der Terrasse vor dem Museion um 21.30 Uhr mit einem Gespräch zwischen Sonia Leimer und der Kuratorin der Projektionsreihe, Frida Carazzato, um 22 Uhr folgt dann die Projektion.Getränke und Snacks vom Buffet werden während der Videovorführung– im Rahmen eines Mondschein-Picknicks – auf den Talferwiesen angeboten „Mondschein-Picknick“.Schon der Titel „2030“ verweist auf die Zukunft. Das von Sonia Leimer entwickelte Video versetzt den Betrachter dann auch in das außerirdische Umfeld eines Science-Fiction-Films. Ein Astronaut bewegt sich in einer Mondlandschaft, nur auf den Auftritt nicht-menschlicher Invasoren aus dem All wartet man vergebens. Schließlich handelt sich hier um ein „Restaging”, eine Neuinszenierung bekannten Bild-Materials.Die Landschaftsbilder stammen nicht von einem fremden Planeten, sondern wurden auf einem Gletscher bei Innsbruck gedreht.Wie in vielen ihrer Arbeiten spielt die Künstlerin auch in diesem Video mit vorgefertigter “Einbildung” – und stellt zugleich eine Verbindung mit der Wissenschaftswelt des 21. Jahrhunderts her. So plant die Austrian Space Agency im Jahr 2030 eine Reise zum Mars.Der im Video gezeigte Astronaut trägt einen Raumanzug aus Panox/Kevlar-Fasern – ein Produkt, das für die österreichische Mission entwickelt wurde. Diese Arbeit bezieht sich einerseits auf Weltraummissionen und den Menschheitstraum von der Kolonisierung des Alls und zeigt andererseits auf eine – möglicherweise aufgrund von Klimaveränderungen – umgeformte und lebensfeindliche Landschaft.Auch das letzte in diesem Jahr auf der Medienfassade gezeigte Video – „Large Glass (Editing)“ von Hilario Isola und Matteo Norzi – setzt sich mit dem Thema „Grenzen” auseinander, zwischen Innen und Außen, aber auch zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Vom 5. bis zum 26. September verwandeln diese beiden Künstler die Fassade des Museion in ein von exotischen Fischen bewohntes buntes Aquarium, in dem ein Taucher die Scheiben der Außenwand putzt.Zur KünstlerinSonia Leimer wurde 1977 in Meran geboren. Sie und lebt und arbeitet in Wien.Ihre Ausstellungen wurden im Rahmen zahlreicher Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, wie On Location (mit Stephanie Taylor und Barbara Hammer), Garage Exchange Wien-Los Angeles, Along Those Lines, Museion project room (2012); uns so weiter, Kunstverein Basis, Frankfurt; newpositions, Art Cologne, Köln (2011); Neither in Motion nor at Rest, BAWAG Contemporary, Wien; No Site to Fall in, Salzburger Kunstverein, Premio Cairo, La Permanente di Milano, Mailand, The Invisible Play, Istanbul, Fractional Systems. Garage Project II, Mackey Garages, Los Angeles (2010); Series of successive instants, Galerie nächst St. Stephan, Login, Wien und Audio Prop. See this sound, Lentos Kunstmuseum, Linz (2009). Paul-Flora-Preis 2011 und Audi Awards for New Positions anlässlich der Art Cologne 2011.