Donnerstag, 03. Oktober 2019

Was hängt denn da in den Bäumen?

Entlang des Radweges zwischen Klausen und Brixen gibt es seit knapp einer Woche außergewöhnliche Skulpturen aus Kastanienholz zu bestaunen. Die Kunstwerke wurden von 6 Künstlern im Rahmen des 3. Internationalen Holzbildhauersymposiums „Kunst am Keschtnweg“ in Feldthurns geschaffen und sind dann an dem idyllischen Weg gleich neben dem Eisackufer installiert worden.

Versteckt zwischen den Bäumen in 5 Meter Höhe hängt an einem Drahtseil die Skulptur „Organica“.
Badge Local
Versteckt zwischen den Bäumen in 5 Meter Höhe hängt an einem Drahtseil die Skulptur „Organica“. - Foto: © Simon Rauter


Versteckt zwischen den Bäumen in 5 Meter Höhe hängt an einem Drahtseil die Skulptur „Organica“. Der polnische Künstler Ryszard Litwiniuk hat den Stamm „geöffnet“ um die innere Struktur des Baumstammes offen zu legen. Durch konische Einschnitte hat er einen kurzen Abschnitt in die Länge gezogen und so eine organische Form geschaffen, die lebendig wirkt.




Mitten auf der Wiese zwischen alten Apfelbäumen steht die Skulptur „Chegälä“ (schweizerdeutsch für Kastanie) von Martin Bill aus der Schweiz. Die schwungvolle Bewegung in der abstrakten Form ist eine Metapher für die Zeit, die Entwicklung der Kastanienfrucht vom Samen bis zur reifen Frucht.

„Auf“ von Clara Mair aus Klobenstein zeigt eine weibliche Figur auf einem Thron.

Die Skulptur „Das Glück hat Flügel“ von Peter Ripka aus Deutschland scheint gerade abzuheben und wegzufliegen.

Hynek Skoták aus Tschechien macht mit seiner Skulptur auf die „a human trace“ Umweltverschmutzung aufmerksam. Die zerknüllte Plastikflasche gleich neben dem Fahrradweg zeigt wie unachtsam der Mensch mit seiner Umwelt umgeht.

Wie eine Flamme steigt die Skulptur „atme“ von Simon Rauter in die Luft. Der Feldthurner Künstler ist auch gleichzeitig Initiator und Kurator des Symposiums, dessen 4. Ausgabe zu den Keschtniglwochen im Jahr 2020 stattfindet wird.


vs