Mittwoch, 16. September 2015

Wenn Schweinschlachten zur Kunst wird

...und das Fleisch wird Wort: Mit Nauz (lad. für Futtertrog) begibt sich Transart, das Festival zeitgenössischer Kultur, in die Welt des Opferrituals.

Roberta Dapunts Gedichte über das Schweineschlachten verbinden krude Bilder des Schlachtens mit Poesie.
Roberta Dapunts Gedichte über das Schweineschlachten verbinden krude Bilder des Schlachtens mit Poesie.

Kann Schweineschlachten inspirieren? Nicht zuletzt der Grödner Künstler Egon Moroder Rusina kehrte ins Schlachthaus zurück, um nach seiner Arbeitserfahrung dort, das zu malen, was vor sich geht. Er wählte dazu das Blut der getöteten Tiere, um Pinselstriche auf weißes Papier zu bannen. 

Künstlerin Roberta Dapunt macht den verdrängten Akt des Tötens nun als einen Vorgang des Überlebens sichtbar. Sie verbindet in ihren Gedichten krude Bilder des Schlachtens mit Poesie.

  

iv>

Roberta Dapunts Gedichte über das Schweineschlachten verbinden krude Bilder des Schlachtens mit Poesie. 

Mit Naunz spürt die Galerie Doris Ghetta in St. Ulrich am Donnerstag, 17. September ab 20.30 Uhr, dem Opferritual nach. Die Uraufführung wird zu einem Ritual aus Wort, Klang und Performance. Es handelt sich um ein Auftragswerk der Internationalen Paul Hofhaymer Gesellschaft Salzburg.

Die Musik von Eduard Demetz - aufgeführt vom Paul Hofhaymer Ensemble - greift Dapunts Bilder auf, bricht sie, spaltet die Stimmungen auf und entwirft eine klangliche Parallelwelt.

Mit ihren performativen Interventionen verwebt die rumänische Künstlerin Teodora Axente schließlich Text und Musik in einem Spannungsfeld zwischen Materialität und Spiritualität.

stol

stol