Montag, 28. Oktober 2019

„Wertloses“ Bild bringt 24 Millionen Euro

Das Werk „Der verspottete Christus“ des italienischen Vorrenaissance-Malers Cimabue ist in Frankreich für mehr als 24 Millionen Euro versteigert worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf das Auktionshaus Actéon.

Das Bild „Der verspottete Christus“ des italienischen Malers Cimabue wurde für über 24 Millionen Euro versteigert.
Das Bild „Der verspottete Christus“ des italienischen Malers Cimabue wurde für über 24 Millionen Euro versteigert. - Foto: © AP / Michel Euler

Der Schätzpreis von 4 bis 6 Millionen Euro wurde damit um ein Mehrfaches übertroffen. Das Bild stammt laut französischen Medien aus dem Haus einer älteren Frau in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Compiègne – die frühere Besitzerin war sich demnach des Millionenwerts nicht im Klaren.

Das Bild wurde entdeckt, als die Besitzerin das ihrer Meinung nach wertlose Jesus-Bild, das sie jahrelang in ihrer Küche hängen hatte, verkaufen wollte. Jetzt ist die glückliche Dame noch um Einiges reicher, als nach der Schätzung vermutet.

Das kleine Gemälde zeigt auf einem Goldgrund Christus inmitten einer Menschenmenge. Die Werke von Cenni di Pepo (circa 1240 bis 1302), wie Cimabue eigentlich heißt, sind sehr selten. Der Florentiner Maler und Mosaikkünstler gilt als eine der größten Figuren der italienischen Vorrenaissance.

Der Preis für das Bild beträgt AFP inklusive Versteigerungskosten 24,18 Millionen Euro. Details über den Käufer wurden zunächst nicht bekannt. Der französische Kunstexperte Eric Turquin hatte laut Medien das Werk begutachtet und für echt befunden.

dpa