Die von der Freien Universität Bozen (Fakultät für Design und Künste) und dem Museion gemeinsam ausgerichtete Vortragsreihe artiparlando lädt am kommenden Donnerstag um 20 Uhr zu einer Begegnung mit Chus Martínez ein. Diese aus Spanien stammende Kunsthistorikerin, Museumskuratorin und Autorin leitet das Institut Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel.In ihrem Vortrag in der Museion Passage stellt Martínez einen faszinierenden Vergleich zwischen Kunst und einem dezentral angeordneten Wahrnehmungssystem an, wie es der Oktopus als einzige Tierart aufweist. Drei Viertel des Tintenfisch-Gehirns sitzen in den acht Armen, die auch ohne Impulse aus einem zentralen Nervensystem autonom „denken“ und „fühlen“, obwohl sie Teil eines einzigen Körpers sind. Wie ein „verliebter Oktopus“ steht Kunst demnach für die Möglichkeit, sich ein dezentral aufgestelltes Wahrnehmungssystem vorzustellen. Durch die damit einhergehende Vervielfältigung von Perspektiven und Sichtweisen kann Kunst unsere Wahrnehmung des Sozialen und Institutionellen nachhaltig verändern.artiparlando ist eine Kooperation zwischen dem Museion und der Freien Universität Bozen. Der Vortrag findet am Donnerstag, 24. April, 20 Uhr statt.stol