Donnerstag, 17. September 2020

Kunststücke: Pianist Lucas Debargue im Kursaal.

Er kommt aus dem Nichts, verfügt nicht einmal über ein eigenes Instrument – und versetzt im Sommer 2015 den altehrwürdigen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb in Moskau in Aufruhr. Lucas Debargue war Bassist in einer Rockband, studierte Kunst und Literatur, hatte das Klavierspiel mehrere Jahre lang ganz aufgegeben und konzentriert sich erst mit 20 Jahren auf die schwarzen und weißen Tasten.

Lucas Debargue.
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Lucas Debargue. - Foto: © Xiomara Bender
Die Wettbewerbsjury zeichnet den Nobody im Konzertgeschäft, der zuvor noch nie mit einem Orchester aufgetreten war, mit dem vierten Platz aus, die russischen Kritiker ehren ihn als Pianisten mit „unglaublicher Begabung“.

Die Huffington Post schrieb: „Kein anderer ausländischer Pianist hat solch eine Sensation hervorgerufen, seit Glenn Gould in Moskau gespielt oder Van Cliburn den Tschaikowski-Preis gewonnen hat.“ Bei Sony Classical hat er seitdem fünf Alben mit Musik von Scarlatti, Bach, Beethoven, Schubert, Chopin, Liszt, Ravel, Medtner und Szymanowsky veröffentlicht. In Moskau eroberte er das Publikum mit Ravels „Gaspard del la nuit“.

Heute Abend stellt er im Kursaal diese Poesie für Klavier von „transzendentaler Virtuosität“ neben Kostproben aus Scarlattis Sonatenwerk, eine Sonate von Nikolai Medtner und ein Tongemälde mit Höllenfahrt und himmlischer Seligkeit von Franz Liszt. („Après une lecture du Dante„“).

Termin: 17. September
Kursaal, 20.30 Uhr
Karten: Tel. 0473/496030

stol