Donnerstag, 04. April 2019

„La Serva Padrona“ geht in die Verlängerung

Nach dem Premierenerfolg am Stadttheater Bozen im Februar präsentiert das Konservatorium „Claudio Monteverdi“ nun 2 weitere Vorstellungen seiner Produktion der „Serva Padrona“ von Giovanni Battista Pergolesi.

Tomoyuki Saijo und Doris Ebner in der Aufführung der "La Serva Padrona".
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Tomoyuki Saijo und Doris Ebner in der Aufführung der "La Serva Padrona".

Am Freitag, 5. April um 20 Uhr kommt das musikalische und komisch-theatralische Meisterwerk aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts  im Raiffeisensaal „Aquaprad“ in Prad am Stilfserjoch zur Aufführung, am Sonntag, 7. April um 17 Uhr wird die kleine Oper im Don-Bosco-Saal in Brixen gezeigt.

Die 3 Rollen auf der Bühne werden von Studenten den Konservatoriums interpretiert (Serpina: Greta Brenner – 5. April und Doris Ebner – 7. April, Uberto: Rui Ma, Vespone: Soroush Shokrollahi), es spielt das Monteverdi Akademie Orchester unter der Leitung von Emir Saul. Regie führt Gabriella Medetti. 

Informationen zum Werk

Die in Form von 2 „Intermezzi“ komponierte “Serva Padrona” (“Die Magd als Herrin”) vereint den Geist der Komik der „Opera Buffa“ aus dem italienischen Settecento in sich.

Der Übergriff des listigen Dieners auf seinen etwas einfältigen Herrn ist ein gut erprobtes und in unzähligen Varianten existierendes Sujet der „Commedia dell’Arte“. In Pergolesis kurzer Oper verwandelt sich die einfache Geschichte der Dienerin, der es gelingt, zur Frau ihres Herrn zu werden, mithilfe der Musik jedoch in eine schwungvolle und glaubhafte Komödie der Charaktere. Die Psychologie der Figuren wird dabei klar definiert.

Das erste Intermezzo zeigt Uberto, der mühsam seinen Tag beginnt. Seine Dienerin Serpina erschwert ihm das Leben aufs Äußerste: Uberto möchte frühstücken, doch Serpina erlaubt es ihm nicht; er möchte ausgehen, aber sie verschließt die Tür… Der Akt endet schließlich in einem Streit der beiden Charaktere, in dem die Dienerin ihrem Herrn prophezeit, dass er sie, ob er nun will oder nicht, am Ende zur Frau nehmen werde. Im zweiten Intermezzo wird Serpinas „Plan“ schließlich in die Tat umgesetzt. Der Konflikt zwischen den beiden Figuren wird dabei mithilfe eines der bekanntesten Topoi aus der „Commedia dell’Arte“ gelöst: der Verwandlung. Als Capitan Tempesta verkleidet täuscht Vespone (Ubertos stummer Diener) vor, um Serpinas Hand anzuhalten, woraufhin Uberto – zum Teil aus Angst vor dem stürmischen Bittsteller, zum Teil aber auch aus Liebe – sich dazu hinreißen lässt, seine Dienerin zu heiraten.

stol

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