Mittwoch, 18. April 2018

„La Traviata“ im Stadttheater Bozen

In diesem Jahr endet die dritte Ausgabe der Opernsaison der Stiftung Haydn, OPER.A 20.21, mit dem berühmten Werk von Giuseppe Verdi: „La Traviata“. Regisseur des Stücks, Andrea Bernard, präsentiert am 21. Und 22. April im Stadttheater Bozen eine moderne Inszenierung des Werkes.

„La Traviata“ von Giuseppe Verdi beendet die Opernsaison der Stiftung Haydn von Bozen und Trient. - Foto: Haydn Orchester
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„La Traviata“ von Giuseppe Verdi beendet die Opernsaison der Stiftung Haydn von Bozen und Trient. - Foto: Haydn Orchester

„La Traviata“ von Giuseppe Verdi beendet die Opernsaison der Stiftung Haydn von Bozen und Trient: Am Samstag, den 21. April, wird das berühmte Werk um 20 Uhr vorgeführt und am 22. April um 17 Uhr. Der aus Bozen stammende Regisseur Andrea Bernard bringt das Werk, aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit betrachtet, auf die Bühne. Das Haydn Orchester spielt unter der Leitung von Sebastiano Rolli.

Uraufführung war ein Flop

Uraufgeführt am 6. März 1853 im „Teatro La Fenice“ in Venedig, rief La Traviata zunächst nicht viel Begeisterung hervor, sowohl wegen des damals als anstößig geltenden Themen, als auch aufgrund der wenig überzeugenden Darsteller.

Gelungener war die Wiederaufführung im folgenden Jahr am „Teatro San Benedetto“, ebenfalls in Venedig, dank einer Überarbeitung und besseren Sängern. Das Stück unterlag auch später wegen der unruhigen und schändlichen Liebesaffäre zwischen Violetta und Alfredo immer wieder der Zensur, bis es in die Liste der beliebtesten Werke aufgenommen und sogar zur berühmtesten Oper wurde.

Bernards neue Inszenierung

Der in Bozen geborene Regisseur Andrea Bernard knüpft in seiner Inszenierung an den unkonventionellen und skandalösen Charakter des Themas an und stellt die Geschichte des Werkes in einen zeitgenössischen Kontext. Jenseits der leidenschaftlichen Liebesbeteuerungen entdeckt er eine gegenseitige Abhängigkeit: Violetta und Alfredo, 2 einsame und ehrgeizige Menschen, brauchen einander für die Sicherung ihrer gesellschaftlichen Position.

Und wenn die Protagonistin bei Verdi an Schwindsucht stirbt, wird daraus aus heutiger Sichtweise die Depression. Durch diese minimale Überarbeitung wird „La Traviata“ zeitgemäß aktualisiert, bleibt dabei jedoch dem Geist von Verdis Meisterwerk treu.

Andrea Bernard hat „La Traviata“ zeitgemäß aktualisiert, blieb dabei jedoch dem Geist von Verdis Meisterwerk treu. - Foto: Haydn Orchester 

Einführungsabende vor der Opernaufführung

Vor den Aufführungen im Stadttheater Bozen werden 3 Einführungstermine angeboten. „Oper.a Backstage“ bietet einen Blick hinter die Kulissen: Am Mittwoch, 18. April um 18 Uhr mit Andrea Bernard  und Mitgliedern der Besetzung, sowie „Oper.a Intro“, eine Operneinführung mit Giacomo Fornari am Samstag, 21. April um 19 Uhr und Sonntag, 22. April um 16 Uhr.

Am 21. April um 18 Uhr und Sonntag, 22. April um 15 Uhr gibt es einen Shuttle-Service mit Abfahrt am Centro Culturale Santa Chiara in Trient. Tickets sind an den Kassen des Stadttheaters Bozen oder im Kulturzentrum St. Chiara von Trient erhältlich. Es ist auch möglich, Karten online zu erwerben.

stol

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