„Bürokratische Hürden haben uns leider eingebremst“, sagt Taber offen. Die gute Nachricht: Ein Großteil der Arbeiten für das Krippenmuseum sei bereits erledigt. Die Eröffnung sei für 2026 geplant, und dann solle die gesamte Sammlung von Oskar Weiss ihren würdigen Platz in der Öffentlichkeit finden.<BR /><BR />Das Sammeln war die große Leidenschaft von Weiss. Große und kleine Krippen, schlichte wie kunstvolle, stellte er in seinem privaten Museum an der Dr.-Josef-Weingartner-Straße in Lana aus. Wer zu Besuch kam, war nicht nur von der Vielfalt der Exponate beeindruckt, sondern auch vom Sammler selbst: Denn mit leuchtenden Augen erzählte Oskar Weiss die Geschichten hinter den Figuren – wie sie ihren Weg aus fernen Ländern nach Lana gefunden hatten.<BR /><BR />Die vorwiegend in Handarbeit gefertigten Krippenfiguren bestehen u. a. aus Muranoglas, Oliven-, Palisander- und Ebenholz, aber auch aus Wäscheklammern, Ton, Papier, Mais- und Bananenblättern, Salzteig, Stein oder Metall. Ihre Herkunft ist ebenso vielfältig: historisches Tirol, Peru, China, Portugal, Chile, Vietnam, Indonesien, Tansania, Bolivien, Guatemala, Ghana, Kanada, Mexiko, Ecuador und die Kanarischen Inseln. Zur Sammlung zählen außerdem von Weiss geschnitzte Figuren und eine wertvolle Krippe aus Biskuitporzellan aus dem Hause Rosenthal in Oberfranken/Bayern.<BR /><BR /> Weiss trug meist „nur“ die Figuren zusammen – oft über Freunde, Bekannte, Angehörige oder Missionare. Die Behausungen, Berge und schönen Landschaften schuf der begabte Handwerker jedoch selbst; er blieb bis ins hohe Alter kreativ. Oskar Weiss starb mit 93 Jahren. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1254387_image" /></div> „Die Familie Weiss überlässt die Krippensammlung im Sinne ihres Vaters der Gemeinde Lana als kostenlose Leihgabe für ein Museum“, sagt Taber dankbar. Sein Dank gilt ebenso der Pfarrei, die der Gemeinde den alten Weinkeller für einige Jahrzehnte kostenlos zur Nutzung überlässt. Geführt werden soll das Museum vom Lananer Krippenverein. <BR /><BR />„Das Museum wird zu ausgewählten Zeiten geöffnet sein – vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit“, kündigt Bürgermeister Helmut Taber an. „Die Gesamtkosten für das Museum belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Den Großteil tragen wir als Gemeinde, dankenswerterweise beteiligt sich auch die Raiffeisenkasse finanziell.“ <BR /><BR />Abschließend betont Taber: „Endlich erhält die Krippensammlung von Oskar Weiss einen würdigen Platz in der Öffentlichkeit. Dass dies nicht nur der Gemeinde Lana wichtig ist, zeigt auch die Unterstützung durch die Pfarrei, die Raiffeisenkasse und unseren Krippenverein.“