Freitag, 06. Oktober 2017

Lieblingssprache Mehrsprachigkeit: Ein jugendliches Videoprojekt

Rund 55 Personen aus unterschiedlichen Bereichen und Kulturen berichten in einer Videokampagne über ihre Erlebnisse und Meinungen zum Thema Mehrsprachigkeit.

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Foto: © shutterstock

Die Mitglieder des Landesjugendbeirates der deutschen Sprachgruppe haben sich vor einem Jahr gefragt, warum Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene dem Thema Mehrsprachigkeit mit Verschlossenheit begegnen, obwohl es gerade hier in Südtirol ein Thema ist, das uns jeden Tag begegnet.

„Wir haben uns umgehört und festgestellt, dass bei vielen der Druck besteht, eine Sprache perfekt können zu müssen, der ihnen die Freude und die Lust an der Mehrsprachigkeit nimmt“, meint dazu Thomas Hofer vom deutschen Landesjugendbeirat, „wir fanden das sehr schade und wollen daher mit unserem Projekt gerade jungen Menschen Mut machen und aufzeigen, dass Sprache etwas Bereicherndes sein kann und dass man über Fehler und sprachliche Patzer auch einfach lachen kann.“

Ein Jahr lang haben die Beiratsmitglieder an dem Videoprojekt gearbeitet, über das unterschiedliche Menschen in verschiedenen Sprachen ihren Standpunkt zum Thema Mehrsprachigkeit zum Ausdruck bringen. Neben den Vorteilen der Mehrsprachigkeit in der Arbeitswelt, im Sport und in der Freizeit sowie der damit verbundenen Offenheit gegenüber anderen Kulturen ist die Kernaussage der 12 entstandenen kurzen Clips vor allem jene, dass Sprachen und Sprachenlernen keinen Druck erzeugen sollen und dass es schade ist, wenn die Freude daran durch Anspruch auf Perfektion verloren geht.

Diese Meinung teilen auch die 55 interviewten Personen. „Es war uns ein besonderes Anliegen, möglichst viele verschiedene Menschen zu befragen, und so ist es uns gelungen, vom Kleinkind über Jugendliche bis hin zu Politikern, Sportstars und Geistlichen tolle Interviews in verschiedenen Sprachen zu führen“, erklärt Verena Mittelberger vom Landesjugendbeirat. „Wir wollten nicht nur die üblichen Fragen zum Thema Mehrsprachigkeit stellen, sondern auch einige amüsante Erlebnisse und Erfahrungen einfangen.“

lpa/stol

stol