„Mit anarchischer Fabulierlust und mit großem Gespür für Situationskomik und für Pointen eröffnet Joachim Meyerhoff ein Kaleidoskop von Geschichten, erzählt er von bizarr merkwürdigen Figuren und Abenteuern.“, lautet es in der Begründung der Jury.Joachim Meyerhoff (geb. 1967) lebt in Wien und ist Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Er ist Autor, Schauspieler und Regisseur. Seine Ausbildung erwarb er an der Otto-Falckenberg-Schule in München, er spielte an verschiedenen deutschen Bühnen. Am Wiener Burgtheater hat er unter dem Titel „Alle Toten fliegen hoch“ ein mehrteiliges Bühnenprogramm geschaffen. Ein Teil davon ist im Frühjahr 2011 bei Kiepenheuer & Witsch in autobiografischer Buchform erschienen: „Alle Toten fliegen hoch. Amerika.“ Dafür wurde der Autor Joachim Meyerhoff vom Jurymitglied Daniela Strigl für den Franz-Tumler-Preis 2011 nominiert, welcher ihm am Samstagabend in der St. Markus Kirche in Laas verliehen wurde. Der von der Landesregierung gestiftete Franz-Tumler-Literaturpreis 2011 ist mit 8.000 Euro dotiert und mit einem Schreibaufenthalt im Rahmen der Literaturtage Laas 2012 verbunden.Die Jurymitglieder Toni Bernhart (Autor und Literaturwissenschaftler, Berlin/Prad), Andreas Neeser (Autor und Literaturvermittler, Aarau), Ursula Renner-Henke (Literaturwissenschaftlerin, Essen/Duisburg), Klemens Renoldner (Autor, Literaturwissenschaftler, Literaturkritiker, Salzburg) und Daniela Strigl (Literaturkritikerin und Journalistin, Wien) hatten im Frühjahr 2011 je einen deutschsprachigen Debütroman für den 3. Franz-Tumler-Preis 2011 vorgeschlagen. So lasen am Samstagvormittag und nachmittags im Josefshaus Laas neben Joachim Meyerhoff („Alle Toten fliegen hoch. Amerika“ Kiepenheuer&Witsch) und Astrid Rosenfeld („Adams Erbe“ Diogenes) auch Eva Lohmann („Acht Wochen verrückt“ Piper), Judith W. Taschler („Sommer wie Winter“ Picus) und Christian Zehnder („Julius“ dtv) aus ihren Erstlingsromanen. Nach den Lesungen diskutierte die Jury über die Romane, Ferruccio Delle Cave moderierte die Lesungen und Debatten. Die Jury einigte sich auf Joachim Meyerhoff als Franz-Tumler-Literaturpreisträger 2011. PublikumspreisEin knappes Ergebnis kürte Astrid Rosenfeld („Adams Erbe“) zur Gewinnerin des Publikumspreises, der einen dreiwöchigen Aufenthalt in der Künstlerwohnung auf den Rimpfhöfen und Lesungen in Vinschger Bibliotheken beinhaltet. Der Publikumspreis ergibt sich aus den Meinungen der Leser der Vinschger Bibliotheken, die einen Stimmzettel abgeben konnten. Auch das Saalpublikum konnte während der Lesungen in Laas votieren. Ausgerichtet wurde der Franz-Tumler-Literaturpreis 2011 von der Gemeinde Laas, dem Bildungsausschuss Laas, dem Kreis Südtiroler Autorinnen und Autoren im Südtiroler Künstlerbund, dem Verein der Vinschger Bibliotheken und dem Verein der Bücherwürmer/Literatur Lana. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von der Raiffeisenkasse Laas, der Autonomen Region Trentino-Südtirol und dem Unternehmen Lasa Marmo.