Mittwoch, 07. Juli 2021

„Der Schlern“ erinnert an Südtirols Katastrophenjahr 1921

Von Katastrophen, die sich vor 100 Jahren ereignet haben, berichtet „Der Schlern“ in seiner neuen Ausgabe: Betroffen davon waren Klausen und Lüsen. Weitere Aufsätze befassen sich mit Waalanlagen in Schnals und einem osmanischen Gebetsbuch, das in Kloster Marienberg aufbewahrt wurde. Josef Gelmi erinnern an den allseits bekannten und beliebten Priester Johannes Noisternigg, der vor einem Jahr verstorben ist.

Auch „Der Schlern beteilgte sich vor 100 Jahren an der Hilfsaktion: Das Bild dieser Ausgabe ziert das Cover.
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Auch „Der Schlern beteilgte sich vor 100 Jahren an der Hilfsaktion: Das Bild dieser Ausgabe ziert das Cover. - Foto: © "Der Schlern"
Johannes Noisternigg verstarb am 21. Juli des vergangenen Jahres. Josef Gelmi stellt in seinem Aufsatz den Menschen und den Priester vor, dem es stets ein Anliegen war, die ihm anvertraute Herde gut zu betreuen und auf die Sorgen und Nöte der Menschen einzugehen. Er erzählt vom Leben des Priesters, von seinen Hobbys und von seinem Abschied und gibt so ein lesenswertes Porträt des Priesters und ehemaligen Dekans von Bozen.

Nun aber zum Titelthema der Ausgabe: „Als Klausen eine Seestadt war“ – mit diesem Titel überschreibt Jutta Profanter ihre Ausführungen. Sie bezieht sich darin auf das Hochwasser im August 1921, das die Folge eines Unwetters war, das den Thinnebach über seine Ufer treten ließ. Die Folge war, dass Klausen über Monate unter Wasser stand. Die Folge waren Spendenaktionen und Wiederaufbauarbeiten. Dabei hat die Autorin eine ganze Reihe noch unveröffentlichtes Bildmaterial gesammelt, das lebendigen Eindruck in die schwierigen Monate gibt.

Im Herbst desselben Jahres ereignete sich ein Dorfbrand in Lüsen. Zu diesem Brand hat Paul Detommaso einen Beitrag geschrieben, der über die Gründe, den Ablauf und die Folgen des Unglücks berichtet und auch eine Reihe von Zeitungsberichten bringt.

Mit einem ganz anderen Thema befasst sich Egon Gurschler aus Schnals: mit den Waalanlagen seinen Heimattales, die noch wenig erforscht sind.

In den Vinschgau führt uns Kurt Girstmair in seinem Beitrag: Er stellt ein osmanisches Gebetsbuch vor, das ehemals in der Bibliothek des Klosters Marienberg aufbewahrt wurde. Es ist bei der Türkenbelagerung in Wien liegen geblieben, der Finder hat es aufbewahrt. Wie das Gebetsbuch nach Marienberg kam und was seine Inhalte sind, findet sich in der aktuellen Ausgabe der Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde, „Der Schlern“.

Der längste Beitrag dieser Ausgabe stammt aus der Feder von Horand Maier. Er hat einen Wappenbrief zum Anlass genommen, die Familiengeschichte der Am Pach zu rekonstruieren, die in Kaltern zu Hause waren, aber auch Zweige in Kiens und Pfalzen hatten.

Bestellen können Sie den Schlern unter www.athesiabuch.it.

bea

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