Dieses Mal hat er sich die Geschichte der Wassermauerpromenade genauer angeschaut und blickt dabei bis zurück ins Mittelalter.<BR /><BR />Hanns Engl hat schon in der Vergangenheit mehrmals für die Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde, „Der Schlern“ die Geschichte Bozens aufgearbeitet. Dieses Mal hat er sich die Geschichte der Wassermauerpromenade genauer angeschaut.<BR /><BR />Die Wurzeln dieser Promenade liegen in der Tatsache, dass die Talfer immer wieder über die Ufer getreten ist und die umliegenden Wiesen und Gebäude überschwemmt hat. Die Wassermauer war also eine Art Wehrmauer und sollte die Stadt vor diesen Überschwemmungen schützen. Wie es dazu gekommen ist, dass daraus die heute bei den Boznern so beliebte Promenade geworden ist, erläutert Hanns Engl. <BR /><BR />„Den zahlreichen Spaziergängern ist nicht bewusst, dass es sich um eine uralte Wehrmauer handelt, die die Stadt vor Überschwemmungen der oft wildbachähnlich stürmischen Talfer schützen sollte. Ihr heutiger Zustand geht auf das Jahr 1905 zurück. Die Idee zur Verbreiterung und zum Ausbau zu einer Promenade war bereits im Jahr 1891 zur Sprache gekommen, aber man sah sich damals außerstande, die Kosten dafür aufzubringen“, schreibt Hanns Engl am Beginn seiner Ausführungen.<BR /><BR />Im Jahr 1901 nahm sich der Kurverein Bozen-Gries des Anliegens an und die Bemühungen aus der schmalen Mauer eine Promenade zu machen, nahmen Gestalt an: Drei Projekte wurden ausgearbeitet, am 27. August 1903 wurde der Ausbau beschlossen. <BR /><BR />„Die Erweiterung der Wassermauer betraf die Seite zur Talfer hin und auch einige Wiesenbesitzer in St. Anton, welche einige Meter Wiesenfläche abtreten mussten. Am 10. Oktober 1903 wurden die Bauarbeiten zur linksseitigen Verbreiterung der Talferwassermauer und Errichtung einer Promenade ausgeschrieben.“ So Hanns Engl weiter. <BR /><BR />Den Bemühungen des Vereins waren von Erfolg gekrönt: „Diese Promenade ist von der Talferbrücke bis St. Anton 1400 Meter lang, an ihrem Anfang 15 Meter und in ihrem oberen Teil elf Meter breit. Die Steigung beträgt im Gesamten ca. 30 Meter. Die Mitte der Promenade ist zu einem Platz mit 30 Meter Breite ausgeweitet, wo einst der 1907 errichtete Laurinbrunnen stand.“ Am 1. Oktober 1905 wurde die Promenade mit einem großen Volksfest ihrer Bestimmung übergeben. <BR /><BR />Der Beitrag von Hanns Engl blickt bis zurück ins Mittelalter: Bozen wurde damals von zahlreichen Überschwemmungen heimgesucht. Und am Ende des Beitrags stellt er neues Dokument vor, das den Bau der Wassermauer als Wehrmauer dokumentiert, und das möglicherweise aus der Zeit um 1680 stammt und vom damaligen Baumeister Franz Hafner angefertigt worden sein könnte.<BR /><BR />Der Beitrag lebt von zahlreichen Bildern, die den Bau der Promenade vor mehr als 100 Jahren dokumentieren.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="725639_image" /></div> <BR /><BR />Nachlesen kann man den Beitrag in der Jänner-Ausgabe der Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde, „Der Schlern“. Bestellen: <a href="https://www.athesiabuch.it/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.athesia.it</a>