Im Jahr 2000 kreuzten sich die Wege von Maria Blumencron und Chime Yangtzom. Die österreichische Filmemacherin hat an der Grenze zu Tibet die Flucht von sechs tibetischen Kindern bis in das nordindische Dharamsala filmisch dokumentiert. Seither sind die sechs Kinder – Chime ist eines davon – Maria Blumencrons Patenkinder. Mehr als zehn Jahre danach erinnern sich die beiden Frauen im Buch „Kein Weg führt zurück – Aufbruch in ein neues Leben“ ganz persönlich an die eigene Geschichte und die zusammen verbrachte Zeit. Maria Blumencron und ihre 22-jährige tibetische Patentochter Chime lesen am Mittwoch aus ihrer Autobiografie vor. Bereichert wird die Lesung durch die von Blumencron zusammengestellte Multimedia-Show: Eindrucksvolle Bilder und tibetische Musik dokumentieren tragische, aber auch schöne Situationen im Leben der beiden Frauen und der anderen fünf tibetischen Exilkinder.Maria Blumencron hat mehrere Bücher verfasst und unter anderem den preisgekrönten Dokumentarfilm – „Flucht über den Himalaya“ - gedreht. Im Mai 2012 kommt ihr neuer Spielfilm „Wie zwischen Himmel und Erde“, basierend auf dem Buch „Kein Weg führt zurück“, mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle in die Kinos. Maria Blumencron hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Chime spielt im Film mit.Das Schicksal Tibets und ganz speziell das der tibetischen Kinder liegt Maria Blumencron sehr am Herzen. Sie engagiert sich seit vielen Jahren für Tibet. Im Jahr 2007 hat sie die Hilfsorganisation „Shelter 108“ ins Leben gerufen um Patenschaften für tibetische Exilkinder zu vermitteln und Kinderhäuser und Schulen zu unterstützen. Der Verein kümmert sich ebenfalls um Straßenkinder im russischen St. Petersburg.Die Lesung in der ECO library der EURAC in Bozen beginnt am Mittwoch, den 4. April um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.