Am 9. Mai steht vorerst das einmalige und bewegende Werk von Farough Farrochsad im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Es ist heute bedeutender Teil der persischen Moderne und verdankt seine künstlerische Radikalität einer unbeirrbaren Formsuche, die sich zwar an den persischen Traditionen orientiert, sie aber zielsicher um neue, freiere und erfinderische Dimensionen erweitert. Nicht zuletzt fußt die poetische Sprengkraft im Widerstand gegen eine konservative Gesellschaft und Moral, die in der Unterdrückung der Frau ihre Berechtigung wähnt. Kein Wunder demnach, dass die Dichterin aus dem Land fliehen musste und ihr das Werk lange Jahre mit staatlichem Verbot belegt wurde. Trotzdem wird es bis in die Gegenwart hinein gelesen, gesungen und weiter erzählt.Als Regisseurin zeichnet Farough Farrochsad über ein filmisches Meisterwerk, das von einem Lepra-Ghetto im Norden von Iran handelt und weltweit Aufsehen erregte (www.youtube.com, „The house is black, hochgeladen von Azad Vahabzadeh). Dabei lernte sie kleinen Hossein kennen und rettete ihm das Leben.In Lana wird Hossein Mansouri mit Elmar Locher und Linda Wolfsgruber, die den schönen Band „Der Vogel ist sterblich“ illustriert hat, um 20.15 die Lyrik von Farough Farrochsad vorstellen. Der Film „Mond Sonne Blume Spiel“ von Claus Striegl (2008) eröffnet um 18.15 die Veranstaltung.Lesung, Film und Gespräch mit Hossein Mansouri, Elmar Locher und Linda WolfsgruberFreitag, 9. Mai, Hofmannplatz 2, Lana18.15: „Mond Sonne Blume Spiel“ (Dokumentarfilm von Claus Striegl, 90’, 2008)20.15: Lesung und Gespräch zur Lyrik von Forough Farrochsad - Mit Hossein Mansouri, Elmar Locher und Linda Wolfsgruber