Die ladinischen Autorinnen Tresele Palfrader und Rut Bernardi stellen sich, ihre Literatur und - im Fall von Rut Bernardi - auch noch eine ganz neue Publikation vor und zwar “Lirica y prosa da piz a cianton - Lyrik und Prosa kreuz und quer”. Rut Bernardi, Jahrgang 1962 stammt aus St. Ulrich in Gröden, sie ist ladinischer Muttersprache, studierte Romanistik in Innsbruck. Drei Jahre arbeitetet sie am "Handbuch des Rätoromanischen" (Universität Zürich) mit. Bernatdi ist Lehrbeauftragte für Rätoromanisch an den Universitäten Zürich, Innsbruck und München sowie Mitglied ladinischer Prüfungskommissionen. Von 1994 bis 2000 war sie am wissenschaftlichen Sprachplanungsprojekt SPELL, für eine ladinische Standardschriftsprache, tätig. Von 1997 bis 2009 arbeitete sie als Redakteurin der Samstagssendung "L liber - da piz a cianton" (Das Buch - kreuz und quer) im Radio der RAI-Ladina in Bozen. Seit 2000 ist Bernardi Publizistin. Rut Bernardi hat zahlreiche Ladinischkurse gehalten und Übersetzungen ins Ladinische gemacht. Seit 2009 ist sie mit der Erarbeitung einer "Ladinischen Literaturgeschichte" an der Freien Universität Bozen beschäftigt. Unter dem Motto “Ia dô la parora - Hinter dem Wort” steht der Beitrag von Teresa (Tresele) Palfrader Willeit, Jahrgang 1949 in Enneberg geboren und dort ansässig. “Meine Erfahrung in Familie, Schule, Bauernwelt, Gemeindeverwaltung hält mich im Konkreten ziemlich fest, wenn auch Denken, Lesen und Schreiben mir eher liegen. Am Schreibtisch sitze ich immer noch zu wenig. Früher dachte ich, einmal längere Sachen zu schreiben. Vielleicht fehlt es mir an Disziplin. Gedichte gelingen mir manchmal. Öffentlich habe ich ab und zu gelesen, außer ein paar Gedichten und Artikeln liegt von mir kaum etwas Gedrucktes vor. Für Fachleute bin ich deshalb nicht ganz verlässlich einzuordnen. Der Markt wünscht sich gewissenhafte Einordnung und genaue Definition. Die Unkontrollierbarkeit des Lebendigen kann vielfach verunsichern und stören", schreibt sie für ihre Präsentation.