Jahre später sind alle Beteiligten in jeder Hinsicht weit voneinander entfernt, verstreut von Norddeutschland bis in den Senegal. Sturm versammelt sie für ein Filmprojekt, das ihre damalige private Initiative in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang stellen soll. Wie ist es um die Freundschaften von damals bestellt? Welche alten Wunden hütet jeder und jede von ihnen? Welche davon brechen auf? Was verbindet die Schriftstellerin Valeria mit Sturms schreibender Frau Nelly?Erika Wimmer schlägt mit ihrem berührenden Roman einen großen Bogen von der Freundschaft junger Erwachsener zum gereiften Empfinden und Erleben, vom privaten Handeln zur Wirkung im Großen – und hat tiefes Verständnis für ihre nur menschlich handelnden, fühlenden, strauchelnden und wieder aufstehenden Figuren. „Ich verstehe den Roman als Hommage an Anita Pichlers Freundinnen und Freunde, die die Südtiroler Schriftstellerin in ihren letzten Wochen gepflegt und begleitet haben“, schreibt Erika Wimmer über ihr neues Buch. Die Figuren des Romans sind jedoch frei erfunden.Erika Wimmer, geboren und aufgewachsen in Bozen, lebt in Innsbruck. Studium der Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Anglistik an der Universität Innsbruck. Von 1997 bis 2003 Leiterin des Literaturhauses am Inn. Seit 1983 Mitarbeiterin des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Autorin von Prosa, Hörspiel, Drama und Lyrik. Zuletzt erschien ihr Roman „Die dunklen Ränder des Jahres“ 2009 im Folio Verlag.Lesung und Gespräch:Montag, 17. Februar, 20 UhrBozen, Waltherhaus, oberes Foyer – Eintritt freiBegrüßung: Ferruccio Delle Cave, Vizepräsident des Südtiroler KünstlerbundesModeration des Gesprächs: Monika Obrist, Leiterin der Sprachstelle im Südtiroler KulturinstitutEine gemeinsame Veranstaltung von Südtiroler Künstlerbund/Literatur und Südtiroler Kulturinstitut