Samstag, 16. April 2022

„Gefährlichste Weltanschauung der Leute, die Welt nicht angeschaut haben“

Einen ungewöhnlichen Ort hat Manfred Mussner mit dem Flughafen Bozen gewählt, um sein veröffentlichtes Buch „Der geheime Marathon“ vorzustellen. Allemal ungewöhnlich ist auch das Buch selbst einzustufen: Mussner erzählt darin von seinen Marathonläufen an den gefährlichsten Orten der Welt, darunter Afghanistan, Nordkorea oder Mogadischu.

Seine Erlebnisse in den gefährlichsten und zugleich spannendsten Winkeln der Welt hat Manfred Mussner (im Bild mit Sigrid Runggaldier) in einem Buch festgehalten. - Foto: © DLife

Auch wenn es zunächst den Anschein erwecken mag: Manfred Mussner ist weder Marathonläufer noch Reisefotograf und erst recht nicht Vagabund. Eigentlich ist er leitender Beamter der Luftfahrtbehörde ENAC am Flughafen Bozen. Schmökert man allerdings in seinem soeben veröffentlichten Buch, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein echter Globetrotter von seinen tollsten Abenteuern erzählt.

So etwa davon, wie er als Paschtune verkleidet die Straßen Kabuls erkundet, um danach am „geheimen Marathon“ in den Bergen des Hindukusch unter strenger Bewachung von afghanischen Elitesoldaten teilnehmen zu können. Oder wie es sich anfühlt, in der wohl gefährlichsten Stadt der Welt – in Mogadischu – ebenso unter Personenschutz die 42,195 Kilometer zu laufen. Oder aber, welche Eindrücke er aus Nordkorea – der bizarrsten Diktatur der Welt – mitgenommen hat.

Mussner hat Auszüge aus seinem Buch geschildert

Mussner hat am Bozner Flughafen Auszüge aus seinem Buch „Der geheime Marathon“ geschildert, dabei auch Foto- und Videosequenzen eingespielt. Freunde, Bekannte und Interessierte wohnten der Buchvorstellung bei und staunten nicht schlecht über die vorgetragenen Eindrücke.

„Den Inhalt der Postings in den sozialen Medien hat man nach wenigen Sekunden bereits wieder vergessen, der Inhalt von Büchern dagegen prägt sich in den Köpfen der Leser ein, gerade weil er etwas Besonderes darstellt. Und was Manfred geleistet hat, ist ganz bestimmt außergewöhnlich und besonders“, sagte Stürz in seinen kurzen Grußworten.

Mussner hat überaus herzliche und freundliche Leute kennengelernt

Mussner selbst lenkte den Fokus auf die besonderen Erlebnisse und Begegnungen.

Seinen Vortrag schloss er mit einem Zitat des Forschungsreisenden Alexander von Humboldt: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nicht angeschaut haben.“

Denn gerade in jenen Staaten, die vom sogenannten zivilisierten Westen oftmals abschätzig als Schurkenstaaten tituliert werden, habe er überaus herzliche und freundliche Leute kennengelernt. Gerade diesen Eindruck vermag der weit gereiste Brixner in seinen tiefgründigen Schilderungen zu vermitteln.

Das Buch „Der geheime Marathon“ von Manfred Mussner ist im Athesia Tappeiner Verlag erschienen, umfasst 225 Seiten und ist um 25 Euro im Buchhandel erhältlich.

stu

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