Der im deutschen Exil lebende chinesische Autor Liao Yiwu hat am Sonntag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegengenommen. An der Verleihung der renommierten Auszeichnung, die mit 25.000 Euro dotiert ist, nahm in der Frankfurter Paulskirche auch Bundespräsident Joachim Gauck teil.Liao ist ein unerbittlicher Kritiker des kommunistischen Regimes in seiner Heimat. Er prangere die Geschichtsvergessenheit in China an, sagte die Laudatorin, die Literaturchefin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Felicitas von Lovenberg.Der Autor verkörpere den Widerstand aus dem Gedächtnis heraus. Dieses sei in China durch Wohlstand ersetzt worden. Liao, der nach seiner Flucht aus China im vergangenen Jahr jetzt in Berlin lebt, sei einer Poetik der Wahrhaftigkeit verpflichtet.Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, sagte, unerschrocken und sprachmächtig habe Liao den unter Repression und Unterdrückung leidenden Menschen seines Volks zu einer Stimme verholfen. Er sei ein Volksschriftsteller im wahrsten Sinne des Worts.Sprachmächtig und unerschrocken habe Liao gegen die politische Unterdrückung aufbegehrt, hat der Börsenverein den Preis an den politisch verfolgten Autor begründet, der im vergangenen Jahr aus China nach Deutschland geflüchtet ist.„Liao Yiwu setzt in seinen Büchern und Gedichten den Menschen am Rand der chinesischen Gesellschaft ein aufrüttelndes literarisches Denkmal.“dpa