Mittwoch, 01. September 2021

Literaturnächte 2021: Zurück ins UFO

Im Jugend- und Kulturzentrum UFO von Bruneck beginnen ab 7. September die Literaturnächte. Unter dem Motto „Literatur ist nicht nur Abenteuer im Kopf, man muss schon wieder ins UFO“ wird an 4 Dienstagen im September die Welt der Literatur erlebbar.

Ab dem 7. September beginnen erneut die Literaturnächte im UFO.
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Ab dem 7. September beginnen erneut die Literaturnächte im UFO. - Foto: © shutterstock
Seit dem Jahr 2000 sind die Literaturnächte mit dem Festival aus dem kulturellen Leben Brunecks nicht mehr weg zu denken. Das „Literaturfestival“ zum 20-jährigen Jubiläum musste aber leider abgesagt werden. Damit die Literaturnächte heuer stattfinden können, war Flexibilität angesagt.

Das Programm

Ab 7. September beginnen sie wieder, die Literaturnächte im Jugend- und Kulturzentrum UFO. „Bei dieser Ausgabe haben wir wieder hochkarätige Namen, aktuelle Themen und aufregende Bücher zu bieten. Die Bücher sind am Büchertisch des Buchladens am Rienztor erwerbbar und können von den Schriftstellern signiert werden“, freuen sich die Veranstalter Michaela Grüner, Sonja Hartner und Gunther Niedermair.

Die Literaturnächte finden in der UFO-Arena statt. Bei schlechtem Wetter werden die Veranstaltungen im UFO-Saal dargeboten. Alle Angebote werden im Rahmen der gesetzlichen Covid-19 Bestimmungen durchgeführt. Der Green Pass ist für den Zutritt zu UFO-Arena & Saal erforderlich.

Reservierungen sind erwünscht.


Julia Bernhard: Wie gut, dass wir darüber geredet haben

Wann: Dienstag, 7. September, um 20 Uhr
Wo: UFO-Arena Bruneck




Julia Bernhard, geboren 1992, studierte Grafikdesign und Illustration an der Hochschule Mainz. Zusammen mit ihrer persönlichen Assistentin Pina, die gleichzeitig ihr Hund ist, lebt und arbeitet sie in Berlin.

„Wie gut, dass wir darüber geredet haben“ ist ein Manifest der leisen Wut, der Lethargie und der gescheiterten Kommunikation zwischen gehässiger Oma, liebevoll diarrhöischem Mops, einer passiv-aggressiven Zimmerpflanze und der Protagonistin. Julia Bernhard präsentiert eine skurrile Sammlung von alltäglichen, beißenden Dialogen und Monologen über Affären, Beziehungsdramen und Karriere und konfrontiert uns mit überkommenen Erwartungshaltungen an junge Frauen. Wer jemals nicht genau wusste, was er mit seinem Leben anfangen soll, wird sich hier wohl oder übel wiederfinden.

Die gefeierte Illustratorin Julia Bernhard schuf ein überzeugendes Werk, für das sie im Jahr 2020 den Max & Moritz- Preis für das beste deutschsprachige Comic-Debüt erhielt.


Friedrich Herrmann: Notizen eines Linkshänders

Wann: Dienstag, 14. September, um 20 Uhr
Wo: UFO-Arena Bruneck




Friedrich Herrmann, geboren 1989, ist ein Bühnen-Poet der neuen Generation: witzig, direkt und mit klarer Haltung. In seinen Texten geht es um Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit.

Der Slammer und Bühnenautor hat über 150 Siege und weit mehr Auftritte bei Poetry Slams im deutschsprachigen Raum - vom Jugendclubhaus Zella-Mehlis bis zur Hamburger Elbphilharmonie - im Gepäck. Seine Youtube-Auftritte wurden über 250.000 Mal geklickt. Im Herbst 2019 krönte er seine Slam-Erfolge mit dem Gewinn der deutschsprachigen Meisterschaften in Berlin und es erschien sein erster Kritzel- und Gedichtband „Notizen eines Linkshänders“.

Doris Knecht: Die Nachricht

Wann: Dienstag, 21. September, um 20 Uhr
Wo: UFO-Arena Bruneck




Doris Knecht, geboren 1966 in Vorarlberg, ist Bestseller-Autorin und Kolumnistin. Ihr erster Roman, „Gruber geht“, war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. „Die Nachricht“, ihr brandneuer Roman, handelt von Frauen, deren Souveränität stets aufs Neue infrage gestellt wird – und von den Lügen, die wir gerade den Menschen erzählen, die uns am nächsten stehen.

4 Jahre nach dem Tod ihres Mannes lebt Ruth allein in dem Haus auf dem Land, wo die Familie einst glücklich war. Die Kinder haben längst ihr eigenes Leben, während Ruth das Alleinsein zu schätzen lernt. Bis sie eines Tages eine anonyme Messenger-Nachricht bekommt, von einer Person, die mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint als Ruth selbst.


Josef Oberhollenzer & Four Fingers: „nella tazza di fronte o Ciò che sulla terra c'è“


Wann: Dienstag, 28. September, um 20 Uhr
Wo: UFO-Arena Bruneck




Der Schriftsteller Josef Oberhollenzer hat seine Laufbahn vor einem Vierteljahrhundert mit Gedichten und Kurzprosa begonnen. Seine erste Veröffentlichung, das blaue Buch mit angehängter Musikkassette, ist längst vergriffen. Jetzt hat der Übersetzer und Musiker Werner Menapace gewagt, die frühen Texte Oberhollenzers ins Italienische zu übersetzen. In dem zweisprachigen Band werden 50 frühe Gedichte Oberhollenzers wieder zugänglich. Eingeflossen sind zudem auch Texte aus der zweiten Veröffentlichung „Was auf der erd da ist“ und mehrere unveröffentlichte Texte.



stol

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