„Wir wollten auf jeden Fall leben und nicht nur überleben, Wege finden und nicht nur Auswege. Wir stellten uns vor, wir wären Don Quijote, denn der Wahnsinn schien die einzige normale Möglichkeit.“ Vor kurzem ist das neueste Buch von Péter Esterházy erschienen, für das der Autor prompt mit dem Jeanette Schocken-Preis ausgezeichnet wurde.In „Esti“ (Hanser Verlag) verknüpft er die Freiheit des Sprachspiels mit historischem Stoff und schafft so ein „Portrait des Autors als junger Mann“, in dem er mit Witz und List, fast wie beiläufig, das aktuelle Ungarn frech abserviert. Wie in seinem gefeierten Roman „Harmonia Caelestis“ spielt Péter Esterházy mit der Identität und treibt sein Spiel auf die Spitze.Er wird zu Kornél, dem charmantesten Romanhelden der Literatur aus Ungarn, einer Erfindung des großen Schriftstellers Dezsö Kosztolányi. Esterházy schlägt Haken und Kapriolen, taucht ab – bis alles, jede Begebenheit, jeder Gedanke die Form von Kornél Esti annimmt. Esti kann eine Studentin in skandalös kurzen Röcken sein, die Jungfrau Maria oder auch ein betender Karpfen. Zugleich schreibt Péter Esterházy aber auch seinen eigenen romanhaften Lebenslauf, denn „Kornél Esti – c´est moi“ - ein echter Esterhazy.Die Lesung findet am Montag, 27. Mai um 20 Uhr am Hofmannplatz 2 in Lana statt. Die Einführung macht Nina Schröder, sie führt auch das Gespräch.stol