Montag, 08. Oktober 2018

Schriftstellerin Mahlke erhält Deutschen Buchpreis 2018

Die Berliner Schriftstellerin Inger-Maria Mahlke hat den Deutschen Buchpreis 2018 gewonnen. Die Auszeichnung für den Teneriffa-Roman „Archipel” begründete die Jury am Montag mit vielen schillernden Details, die das Buch zu einem „eindrücklichen Ereignis” machten. Mit dem Preis wird zur Auftakt der Frankfurter Buchmesse die beste literarische Neuerscheinung des Jahres in deutscher Sprache prämiert.

Die Autorin wurde für ihren Roman "Archipel" ausgezeichnet. - Foto: APA (dpa)
Die Autorin wurde für ihren Roman "Archipel" ausgezeichnet. - Foto: APA (dpa)

Es ist das erste Mal seit 5 Jahren, dass eine Frau die wichtigste Auszeichnung der Branche gewinnt. Im Zentrum stehen 3 Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt.

General Franco hatte 1936 in Teneriffa seinen Putsch gegen die spanische Republik gestartet. „Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert”, urteilte die Jury aus sieben Kritikern.

Autorin lehrte vor dem Schreiben am Lehrstuhl für Kriminologie 

Die 1977 in Hamburg geborene Autorin, die in Lübeck aufwuchs, hat selbst einen Teil ihrer Kindheit auf der Kanareninsel verbracht. Sie studierte an der Freien Universität Berlin Jus und arbeitete zuerst am Lehrstuhl für Kriminologie, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Im Finale am Montagabend setzte sich Mahlke gegen 5 andere Autoren durch. Außer ihr waren noch Maria Cecilia Barbetta (”Nachtleuchten”), Maxim Biller (”Sechs Koffer”), Nino Haratischwili (”Die Katze und der General”), Susanne Röckel (”Der Vogelgott”) und Stephan Thome (”Gott der Barbaren”) nominiert gewesen. Im vergangenen Jahr hatte der österreichische Schriftsteller Robert Menasses Brüssel-Roman „Die Hauptstadt” das Rennen gemacht.

apa/dpa

stol