Donnerstag, 26. März 2020

Südtirol schreibt Geschichten

Mit diesem „Geschichten-Experiment“ möchte das JUgendKInderBUchZentrum im Südtiroler Kulturinstitut Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien, Lehrpersonen und alle Südtiroler, die zurzeit zuhause bleiben müssen unterstützen.

Schreiben und mitmachen ist jetzt die Devise.
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Schreiben und mitmachen ist jetzt die Devise. - Foto: © pixabay/JUKIBUZ
Denn auch in diesen turbulenten und schwierigen Zeiten ist es Platz für Geschichten und Kreativität. Südtirol schreibt Geschichten ist eine Initiative für Grund- und Mittelschüler.
Wie das funktioniert?
Ganz einfach: Jeden Tag können Kinder aus ganz Südtirol an der Geschichte weiterschreiben, sich einen Satz ausdenken und ans JUKIBUZ schicken, entweder per Mail, oder über die Facebook- und Instagram-Kanäle. Der aufregendste Satz, die spannendste Fortsetzung wird von den Mitarbeitern des JUKIBUZ ausgewählt und auf Instagram, Facebook und auf der Homepage veröffentlicht. So können alle Leser in Südtirol mitlesen, gespannt verfolgen, wie die Geschichte weitergeht, wie sie wächst und wenn sie Lust haben selbst mitmachen!

All jene, deren Sätze in der spannenden Geschichte mit aufgenommen werden, erhalten ein Buchgeschenk als Belohnung direkt nach Hause.

Am vergangenen Freitag hatte das JUKIBUZ aufgerufen, bis zum Montagnachmittag einen ersten Satz, den Anfang der gemeinsamen Geschichte zu schicken. 117 Einsendungen sind eingegangen. Auch an den Folgetagen sind zahlreiche Beiträge eingetroffen, bis zu 250 Einsendungen wurden gezählt. Sie kommen aus ganz Südtirol, beispielsweise aus Innichen, Sterzing, Kastelruth, St. Leonhard in Passeier, Völs am Schlern, Girlan und Bozen, von der 1. Klasse Grundschule bis zur 3. Klasse Mittelschule, Mädchen und Jungs sind gleichermaßen vertreten.

„Südtirol schreibt Geschichten haben wir als Experiment gestartet, wir wussten nicht, was uns erwartet. Aber die Kreativität, der Einfallsreichtum und v.a. die Motivation der Schüler hat uns überwältigt. Jeden Tag lesen wir uns durch spannende, lustige, lebhafte, geistreiche und wortgewandte Beiträge und staunen über die wunderbaren Ideen der Kinder und Jugendlichen“, erklärt Gitti Kustatscher vom JUKIBUZ. Bei so vielen guten Auswahlmöglichkeiten fiele die Entscheidung darüber, mit welchen Worten die Geschichte weitergehen soll, wirklich nicht leicht. Ab 17 Uhr wird der aktuelle Stand der Geschichte online veröffentlicht und zeitgleich wird zum Weiterschreiben aufgerufen. „Dabei geben wir manchmal auch Tipps und Vorgaben, um den Kindern und Jugendlichen Hilfestellung zu bieten“, so Kustatscher.

Jeder Einsender wird eine persönliche Antwort bekommen. „Hinter jedem Beitrag stecken viel Zeit, viel Nachdenken, viele Tüfteleien und Überlegungen. Das ist uns klar und es ist uns ganz wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass wir ihre Beiträge genau gelesen haben, und zu vermitteln, was wir an ihnen toll fanden – auch, wenn sie nicht für die Geschichte ausgewählt wurden“, so die Mitarbeiterin im JUKIBUZ.

Facebook und Instagram

Auf Facebook und auf Instagram (JUKIBUZ) kann das Projekt außerdem verfolgt werden. Dort werden auch laufend Bücher- und Lesetipps gegeben, die auch von Südtiroler Kindern und Jugendlichen stammen, und für die kommenden Wochen sind einige Überraschungen und Aktionen vorgesehen.

Infos: [email protected]

eva

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