Donnerstag, 08. Oktober 2020

Verschollenes Selbstporträt von Wilhelm Busch wieder aufgetaucht

Ein seit 1949 als verschollen gegoltenes Selbstbildnis des deutschen Dichters Wilhelm Busch ist wieder aufgetaucht und kommt am 20. Oktober im Wiener Auktionshaus Dorotheum unter den Hammer.

Das Selbstportrait von Wilhelm Busch galt als verschollen.
Das Selbstportrait von Wilhelm Busch galt als verschollen. - Foto: © Dorotheum / Dorotheum
Der Schätzwert beträgt 12.000 bis 16.000 Euro.

Die Wiederauffindung des Bildes wird von Dorotheum-Expertin Astrid-Christina Schierz als Sensation bezeichnet.

Es zeigt den 62-jährigen Dichter, Zeichner und Maler mit breitkrempigem Hut und durchdringenden Blick.

Wilhelm Busch (eigentlich Heinrich Christian Wilhelm Busch, 1832-1908) ist einer der bekanntesten deutschen Dichter und Zeichner, vor allem – aber nicht nur – dank seiner Geschichte der beiden Lausbuben „Max und Moritz“.

Seine Comics zeichneten sich durch ihre satirische Gesellschaftskritik aus, die kaum eine soziale Schicht verschonte.

Einige seiner Zweizeiler haben sich im Deutschen zu festen Redewendungen entwickelt, etwa „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ aus „Max und Moritz“ oder der Anfang des Gedichts „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“.

apa

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