Samstag, 21. Mai 2016

Wirbel um Alice Schwarzers Buch zur Silvesternacht

Alice Schwarzer hat mit ihrem neuen Band „Der Schock – Die Silvesternacht von Köln“ knapp fünf Monate nach den massenhaften Übergriffen eine neue Debatte ausgelöst.

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. - Archivbild.
Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. - Archivbild.

Die Angreifer seien „Anhänger des Scharia-Islam“ gewesen und „diese Männer sind das, was wir heute Islamisten nennen“, schreibt die Kölner Frauenrechtlerin. Gegenüber dem politisierten Islam herrsche eine falsche Toleranz.

Islamisten versuchten in muslimischen Communities Jugendliche für den Dschihad anzuwerben und zahlten Eltern Geld für das Verschleiern ihrer Töchter, sagte Schwarzer der Deutschen Presse-Agentur kurz nach Veröffentlichung des neuen Titels.

Islamverbände kritisieren Schwarzers Buch

„Wir müssen endlich diesen Jugendlichen und auch ihren Eltern klarmachen, welche Chancen unsere Demokratie bietet – und dass die Gleichberechtigung der Geschlechter unveräußerlich ist. All das haben wir im letzten Vierteljahrhundert versäumt“, sagte Schwarzer.

Kritik an ihrem Buch kommt vor allem von deutschen Islamverbänden. Schwarzer betreibe „Alarmismus“ und arbeite mit massiven Unterstellungen, meinte etwa der Liberal-Islamische Bund (LIB).

dpa

stol