Als ständiger Dramaturg von Claus Peymann gestaltete Beil mehr als drei Jahrzehnte Theater in Stuttgart, Bochum, Wien und derzeit am Berliner Ensemble. Seine Thomas-Bernhard-Lesung „Wittgensteins Neffe“ steht seit Jahren auf dem Spielplan des Berliner Ensembles.„Wittgensteins Neffe“ ist ein autobiografischer Roman, in dem Thomas Bernhard über den nervenkranken Paul Wittgenstein, den Neffen des Philosophen Ludwig Wittgenstein schreibt. Der gemeinsame Aufenthalt im Sanatorium ist Anlass für Thomas Bernhard, sich an vergangene Zeiten mit seinem Freund Paul Wittgenstein zu erinnern – an Gespräche über Musik, an gemeinsame Ausflüge durch österreichische Kleinstädte, an Besuche im Café Sacher oder die skandalöse Verleihung des Österreichischen Staatspreises. Das liebevolle Protokoll einer Freundschaft, einer Leidens- und Sterbensgeschichte.Es ist ein sehr persönliches Erinnerungsbuch an „eine Freundschaft“ – so der Untertitel –, in dem Bernhard seinen eigenen „Verrücktheiten“ nachspürt. „Nie hat Thomas Bernhard menschenfreundlicher, nie zärtlicher geschrieben“, urteilt Marcel Reich-Ranicki über das Buch.Die Lesung fndet am 10. Februar um 20 Uhr im oberen Foyer des Waltherhauses in Bozen statt.